Wie Boeing 787 in München über die Piste hinausschoss
Eine Boeing 787 schoss in München über das Pistenende hinaus – wie gefährlich war der Vorfall wirklich?

Am Samstagnachmittag, dem 15. August 2026, rollte Flug VN34 zur Startbahn 26L des Münchner Flughafens.
Die Boeing 787-9 mit dem Kennzeichen VN-A867 sollte nach Hanoi fliegen, wie das Luftfahrtportal «aeroTELEGRAPH» berichtet.
Beim Abheben wirbelte die Boeing 787 eine grosse Staubwolke auf. Die Anflugbefeuerung am Pistenende wurde laut «BR24» leicht beschädigt und konnte kurzfristig repariert werden.
Planespotter beobachteten den Beinahe-Absturz
Thomas Mai, Betreiber des Youtube-Kanals «Munich Aviation», beobachtete den Vorfall laut «aeroTELEGRAPH» direkt vor Ort. Er sei stutzig geworden, als die Maschine in Höhe der Lufthansa-Wartungshallen noch immer nicht abgehoben habe.
Das Luftfahrtportal «Aviation Herald» berichtet, die Maschine sei rund 120 Meter über das Pistenende hinausgeschossen. Demnach habe die Boeing 787 beim Start zudem mit dem Heck den Boden berührt.
Der Flughafen verwies gegenüber «BR24» grundsätzlich auf die laufenden BFU-Ermittlungen. Bestätigt wurde lediglich, dass leichte Beschädigungen an der Anflugbefeuerung festgestellt und umgehend behoben wurden.
Boeing 787 flog über zwei Stunden Schleifen
Nach dem Start setzte die Maschine ihren Kurs nach Hanoi nicht fort.
Stattdessen drehte die Boeing 787 zahlreiche Schleifen über dem Grossraum München, wie «aeroTELEGRAPH» berichtet.
Die Besatzung überflog die nördliche Startbahn 26R zweimal in niedrigem Flug. So konnte das Bodenpersonal das Fahrwerk von aussen auf sichtbare Schäden prüfen, wie «aero.de» schildert.
Mehrere Reifen platzten bei der Landung
Anschliessend setzte die Maschine auf der Nordbahn auf.
Bei der Landung entwickelte sich starker Rauch am Hauptfahrwerk, mehrere Reifen platzten, wie «aero.de» berichtet.

Die Maschine konnte die Bahn nicht mehr aus eigener Kraft verlassen. Der Flughafen München sperrte die Nordbahn vorübergehend, bis das Flugzeug in der Nacht abgeschleppt werden konnte.
Ursache weiterhin ungeklärt
Vietnam Airlines erklärte gegenüber «aeroTELEGRAPH», die Besatzung habe alle vorgeschriebenen Verfahren eingehalten und sicher in München gelandet.
Verletzte gab es laut Flughafen und Airline keine.
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wurde eingeschaltet. Warum die Boeing 787 so viel Startstrecke benötigte, ist laut «BR24» weiterhin nicht geklärt.
















