Vatikan

    Weitere Festnahme im Zuge des Vatikan-Skandals

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Eine Expertin für Geopolitik wurde am Dienstag festgenommen. Sie soll in enger Verbindung zu dem in Ungnade gefallenen Kardinal Angelo Becciu gestanden haben.

    Kardinal Becciu Vatikanstadt
    Kardinal Angelo Becciu spricht während einer Pressekonferenz in Vatikanstadt Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Gregorio Borgia

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine 39-jährige Expertin für Geopolitik ist am Dienstag in Mailand festgenommen worden.
    • Sie soll engen Kontakt zu Kardinal Angelo Becciu gehabt haben.
    • Nach eigenen Angaben erhielt sie vom 72-Jährigen 500'000 Euro.

    Im Zusammenhang mit dubiosen Geldströmen im Vatikan ist eine 39-jährige Expertin für Geopolitik festgenommen worden. Die italienische Managerin soll engen Kontakt zu dem in Ungnade gefallenen Kardinal Angelo Becciu gehabt haben.

    Die Frau sei aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch.

    Laut Medien wurde sie bereits am Dienstag in Mailand gefasst. Nach Angaben der Tageszeitung «La Repubblica» wurde sie wegen Veruntreuung gesucht.

    Geld für geopolitische Beratungsarbeit verwendet

    Vergangene Woche hatte die Managerin der Zeitung «Corriere della Sera» gesagt, sie habe 500'000 Euro von Becciu erhalten.

    Das Geld sei für geopolitische Beratungsarbeit an ein von ihr in Slowenien registriertes Unternehmen gezahlt worden. Nicht für Designer-Handtaschen und andere Luxusgüter, wie die italienische Fernsehsendung «Le Iene» behauptet hatte. Der Skandal war nach dem Rücktritt des Kardinals bekannt geworden.

    Zugang zu Geldern für wohltätige Zwecke

    Papst Franziskus hatte den 72-Jährigen beschuldigt, Vatikangelder zur Unterstützung einer von seinem Bruder geführten Kooperative zu verwenden. Und ihn aus seinen Ämtern entlassen. Becciu war als Präfekt der Kongregation für Heilig- und Seligsprechungen zurückgetreten und verzichte auch auf seine Kardinalsrechte.

    In seiner früheren Rolle als Stellvertreter im Staatssekretariat hatte Becciu Zugang zu Geldern für wohltätige Zwecke. Er soll laut Medienberichten auch in einen Skandal um eine Investition des Vatikans in eine Luxusimmobilie verwickelt gewesen sein.

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