Ebola

    Streit um Ebola-Toten: Klinik im Ostkongo angezündet

    Angehörige wollten die Leiche eines Ebola-Toten aus einem Klinik-Zelt im Kongo holen. Die Ärzte verweigerten dies, weshalb die Lage eskalierte.

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    Im Kongo brannten zwei Ebola-Behandlungszelte. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Kongo eskalierte ein Streit zwischen Ärzten und den Angehörigen eines Ebola-Toten.
    • Die Mediziner wollten die Leiche wegen der Ansteckungsgefahr nicht übergeben.
    • In der Folge brannten zwei Behandlungszelte.

    Im Streit um die Leiche eines Ebola-Toten ist ein Krankenhaus im Osten der Demokratischen Republik Kongo in Brand gesetzt worden. Nach Tumulten zwischen Angehörigen und Ärzten brannten zwei Behandlungszelte in Rwampara in der Provinz Ituri nieder. Die Familie des Mannes, der mit Ebola-Symptomen gestorben war, habe die Leiche für eine Bestattung abholen wollen, doch die Ärzte hätten dies verweigert, sagte der zuständige Anführer der Volksgruppe Bahema, Batangura Zamundu, der Deutschen Presse-Agentur.

    Vier Patienten hätten sich retten können, während in dem anderen Zelt eine Leiche verbrannt sei, sagte Zamundu. Der Streit zwischen Angehörigen und Ärzten sei davor eskaliert.

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    Im Kongo brannten zwei Ebola-Behandlungszelte. - keystone

    «Es kam zu Steinwürfen. Ich rief die Polizei, aber sie traf zu spät ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Demonstranten bereits zwei Zelte in Brand gesetzt, die als Teil der Hilfsmassnahmen aufgestellt worden waren.» Ein Mediziner bestätigte den Vorfall.

    Die Leiche eines Menschen, der an Ebola gestorben ist, ist hoch ansteckend und muss daher nach bestimmten Regeln begraben werden. Die Gefahr für Angehörige und Bestatter ist sehr hoch, zumal in der Region das Waschen und Berühren von Toten üblich ist.

    Mehr als 670 Verdachts- und 160 Ebola-Todesfälle

    Die Ebola-Infektionszahlen im Osten der Demokratischen Republik Kongo steigen weiter rasch an. Mittlerweile gibt es 671 Verdachtsfälle und 160 vermutete Todesfälle, wie das kongolesische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuvor noch von fast 600 Verdachtsfällen und mehr als 130 vermuteten Todesfällen gesprochen.

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