Staatsanwaltschaft ermittelt zu Brand in weiterem Moretti-Lokal
Die Kantonspolizei Wallis hat die Ermittlungen zu einem Brand des Restaurants «Le Vieux Chalet», das dem Ehepaar Moretti gehört, erneut aufgenommen. Die für den Fall «Le Constellation» zuständigen Staatsanwältinnen wollen klären, ob ein Versicherungsbetrug vorliegt.

«Le Vieux Chalet» war am 29. Februar 2024 einem Brand zum Opfer gefallen. Zwei Monate darauf hatte die zuständige Richterin einen Beschluss zur Nichtannahme der Klage gegen das Betreiberpaar Jessica und Jacques Moretti erlassen.
Laut der Staatsanwaltschaft steht eine technische Störung im Vordergrund. Dadurch könne menschliches Verschulden oder ein Unfall, der strafrechtliche Folgen nach sich ziehen könnte, «vernünftigerweise ausgeschlossen werden».
Die Brandkatastrophe in «Le Constellation» veranlasste die Staatsanwältinnen allerdings dazu, der Walliser Kantonspolizei einen erneuten Ermittlungsauftrag zu erteilen, wie das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS am Donnerstag berichtete.
Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud bestätigte den Auftrag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Das Verfahren zum Brand im 'Vieux Chalet' wird jedoch nicht wieder aufgenommen und zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen gibt es keine Ausweitung der Untersuchung», gab sie weiter an.
Hintergrund davon ist ein Anfang 2026 erstellter und am 23. Februar an die Staatsanwaltschaft übermittelter Bericht der Meldestelle für Geldwäscherei des Bundesamtes für Polizei. Die Behörde stellt darin die Frage, ob sich das Ehepaar Moretti der Geldwäscherei, der ungetreuen Geschäftsführung, der Urkundenfälschung, des Versicherungsbetrugs und schwerer Steuerdelikte schuldig gemacht habe.
Sollte es in diesem Zusammenhang zu einer Untersuchung kommen, würde dieser Fall laut Beatrice Pilloud nicht von den Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Brand von der Neujahrsnacht getrennt.






