Ukraine-Krieg: Russland rekrutiert Soldaten via QR-Code und Chatbot

Nicolas Eggen
Nicolas Eggen

Russland,

Russland setzt für die Rekrutierung auf technische Methoden wie QR-Codes und Chatbots. So will Putin genügend Soldaten für seinen Ukraine-Krieg haben.

Putin Ukraine-Krieg
Die russische Armee setzt auf moderne Rekrutierungstechniken im Ukraine-Krieg. Hier Putin mit russischen Soldaten. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die russische Armee rekrutiert neu, auch mit QR-Codes und Chatbots.
  • Putin lockt mit hoher Bezahlung und Boni neue Soldaten an die Front.
  • Aber auch Ausländer werden rekrutiert, diese berichten von Täuschung und Erpressung.

In Russland hat sich eine neue Methode zur Rekrutierung von Soldaten für den Ukraine-Krieg etabliert. QR-Codes in U-Bahnen, Sticker auf öffentlichen Toiletten und personalisierte Werbung auf Social Media.

Mit diesen Mitteln versucht die russische Armee, neue Vertragssoldaten anzuwerben, wie die österreichische Zeitung «Der Standard» schreibt. Laut ukrainischen Geheimdienstinformationen habe die russische Armee bis im August 2025 bereits 280'000 Soldaten rekrutiert.

Hinter den QR-Codes sei oftmals ein Chatbot, der nach einigen Fragen einen möglichen Soldaten-Sold errechnet. Dies erklärt Forscher Alexey Yusupov der Zeitung. Er ist seit 2022 Leiter des Russland-Programms der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin.

Putin lockt mit hoher Bezahlung und Boni im Ukraine-Krieg

Die Rekrutierungskampagne richte sich auch an Männer, die oft am Rande der Gesellschaft stehen, beispielsweise mit Suchtproblemen. Der Forscher erklärt gegenüber der Zeitung: Für viele biete es «eine letzte Chance im Leben, noch einmal so viel Geld zu verdienen».

Die Bezahlung ist attraktiv: Ein Jahr Dienst könne mit bis zu umgerechnet 140'000 Franken vergütet werden.

Diese hohen Summen resultieren auch aus der sogenannten «Gamification des Krieges», wie die Zeitung weiter schreibt. Es gebe Boni für Tage an der Front, abgeschossene Drohnen oder getötete Ukrainer.

Und auch diejenigen, die erfolgreich rekrutieren, können profitieren. Je mehr Menschen sie für den Ukraine-Krieg anwerben können, desto höher ihre Belohnungen.

Ausländische Soldaten berichten von Täuschung und Erpressung

Der Kreml setzt aber nicht nur auf moderne Technologien zur Rekrutierung. In einem Versuch, ihre Ränge zu füllen, haben sie zuvor auch Gefängnisinsassen und Ausländer ins Visier genommen.

Berichte über Männer aus Afrika tauchen laut der Zeitung immer wieder auf. Also Männer, die ohne Kenntnisse der russischen Sprache Verträge für den Fronteinsatz unterzeichnet haben. Die Ukraine behaupte dem Zeitungsbericht zufolge, fast 200 solcher ausländischer Kämpfer gefangen genommen zu haben.

Gibt es in der Ukraine bald Frieden?

Viele dieser Gefangenen berichten gemäss dem «Standard» von «Täuschung, Bestechung und Erpressung» während des Rekrutierungsprozesses. Arbeitsmigranten aus Zentralasien seien ebenfalls betroffen – sie würden zu Zehntausenden in der russischen Armee landen.

Kommentare

User #1668 (nicht angemeldet)

Woher nimmt die russische Regierung nur so viel Geld? Die Wirtschaftsdaten sind sehr schlecht und die Inflation des Rubel sehr hoch. Wenn Putin nicht einlenkt wird er die russische Wirtschaft an die Wand fahren.

User #6307 (nicht angemeldet)

Mein Informationsstand: Vor ca. einem Jahr wollte Russland den planetaren nuklearen Winter zur Tatsache machen. Wie ihr bestimmt bemerkt habt wurde dies durch Marsmenschlein verhindert. Natürlich gibt es eine weltweite Elite die weinerlich/verbittert auf diese Umstände reagiert, dass ihr Absichten vong Aliens durchkreuzt wurden. Dioese Informationen könnten als geheim eingestuft sein. Gehen sie sorgfältig mit ihnen um. Gruss Alienkomponist & much more.

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