Während dem Ukraine-Krieg hat eine Brautmode-Firma aus Lwiw ihre Produktion angepasst. Neben Tüll und Satin werden jetzt auch Militärstoffe verarbeitet.
Ukraine-Krieg
Das Modelabel hat spezielle Brautroben entworfen, um ein Statement gegen den Ukraine-Krieg zu entsenden. - instagram/millanova

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Brautmode-Unternehmen «Milla Nova» setzt sich im Krieg für die Ukraine ein.
  • Die Firma mit Hauptsitz in Lwiw fertigt neben Kleider auch Material für die Armee.
  • Laut Geschäftsführerin Ulyana Kyrychuk wurden bereits 1500 Stück produziert.

Dieses Unternehmen hat sich wegen dem Ukraine-Krieg etwas einfallen lassen. Normalerweise stellt das Modelabel «Milla Nova» Brautkleider her. Jetzt werden in den Produktionsstätten ausserdem Kriegs-Materialien produziert.

Die Firma ist international tätig und hat ihren Hauptsitz in Lwiw, einer Stadt im Westen der Ukraine. Auch in der Schweiz, Frankreich oder England können die Kleider gekauft werden.

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Mitarbeiterinnen von Milla Nova nähen Materialien für den Krieg.
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Camouflage statt Schleier: Die Produktion wurde wegen den Geschehnissen in der Ukraine angepasst.

Gegenüber «CNN» schildert CEO Ulyana Kyrychuk die besondere Aktion: «Wir machen nicht nur Bräute rund um den Globus glücklich, sondern wir wollen auch unser Land retten.»

Auf Bildern sind Arbeiterinnen zu sehen, die Militärnetze knöpfen und Kriegsausrüstung in Camouflage-Muster nähen. Laut Kyrychuk seien bereits über 1'500 Stück angefertigt worden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden sogar Überstunden in Kauf nehmen, um ihr Land im Ukraine-Krieg zu unterstützen.

450 Arbeitskräfte weiterhin in der Ukraine

Auf Instagram verkündet das Brautmode-Label: «Wir versuchen, so viel wie möglich zu helfen und ermutigen alle, sich zusammenzuschliessen und ebenfalls zu helfen. Nur gemeinsam können wir das Böse mit dem Guten überwinden.»

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Normalerweise stellt das Unternehmen Kleider für Bräute aus aller Welt her.
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Das Unternehmen ist international tätig und hat seinen Hauptsitz in Lwiw, im Westen der Ukraine.

Geschäftsführerin Ulyana Kyrychuk bekräftigt, wie stolz sie auf ihr Team sei. Sie spricht von einer «unglaublichen Hingabe und Loyalität».

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«Milla Nova» beschäftigt derzeit rund 600 Arbeitskräfte, 98 Prozent davon sind Frauen. 450 sind immer noch in Lwiw aktiv. Die Firma hat den Mitarbeitenden die Chance gegeben, ihre Arbeit in einer Produktionsstätte in Polen weiterzuführen.

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