In Cherson soll nur noch bis Ende Jahr in ukrainischer Währung gezahlt werden können. Das Gebiet ist im Ukraine-Krieg unter russischer Kontrolle.
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Die Region Cherson wird aktuell noch von Russland kontrolliert. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Cherson fordern die Besatzer zum Geldumtausch in Rubel auf.
  • Der Zahlungsverkehr in der Ukraine-Währung Hrywnja ende am 1. Januar.
  • Das Vorgehen ist Teil von Russlands Annektierung der ukrainischen Region.

Die Besatzer der von Russland annektierten ukrainischen Region Cherson haben die Bevölkerung dringend zum Umtausch ihrer Ersparnisse in russische Rubel aufgefordert. Der Zahlungsverkehr in der ukrainischen Landeswährung Hrywnja ende zum 1. Januar, teilte Besatzungschef Wladimir Saldo am Dienstag im Nachrichtendienst Telegram per Video mit.

Als Grund nannte er auch den massiven Wertverfall der Hrywnja durch die wirtschaftlichen Probleme der Ukraine. «Sie wird zu Papier», sagte er. Alle Banken seien verpflichtet, das Geld umzutauschen.

Ukraine-Krieg: Cherson unter russischer Kontrolle

In der Region Cherson sind die gleichnamige Gebietshauptstadt und weitere Orte wieder unter ukrainischer Kontrolle.

Der Grossteil des Gebiets aber ist von russischen Truppen besetzt. Das bereits im Oktober angekündigte Vorgehen ist Teil der im Ukraine-Krieg international nicht anerkannten Eingliederung der Region in russisches Staatsgebiet.

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«Vom 1. Januar 2023 an kann in den Geschäften oder bei der Bezahlung von Dienstleistungen nur noch in Rubel abgerechnet werden», betonte Saldo. Auch danach würden aber noch einzelne Banken das Geld umtauschen.

Die ukrainische Landeswährung hat gegenüber dem US-Dollar seit Kriegsbeginn um etwa 50 Prozent an Wert verloren. In den anderen annektierten Gebieten Luhansk und Donezk ist der Rubel schon seit längerem offizielles Zahlungsmittel.

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