Die Überschwemmungen im Juli wurden auch beim Auftakt der Weltklimakonferenz Thema. Ohne den Klimwandel wären diese nicht möglich gewesen.
Weltorganisation für Meteorologie
Petteri Taalas, Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). (Archivbild) - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Juli kam es in Deutschland zu schweren Überschwemmungen.
  • Diese wurden auch beim Auftakt zur Weltklimakonferenz in Glasgow thematisiert.
  • WMO-Generalsekretär meint, ohne Klimawandel wären sie nicht möglich gewesen.

Die verheerenden Überschwemmungen im Juli in Deutschland sind zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Glasgow prominent als Beispiel für die Folgen des Klimawandels erwähnt worden. «Die Überschwemmungen in Deutschland und Belgien, die wären ohne den Einfluss des Klimawandels nicht möglich gewesen», sagte der Generalsekretär der Weltwetterorganisation (WMO), Petteri Taalas, am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Das gelte ebenfalls für die Hitzewellen im Sommer im Westen Kanadas und der USA.

Taalas verglich den Zustand des Klimas mit Athleten, die verbotene Substanzen einnehmen. Das Klima sei durch die Treibhausgase der Menschen «wie gedopt» - klimatische Ereignisse würden dadurch verstärkt. Wetterlagen würden durch den Temperaturunterschied zwischen den Tropen und den Polen beeinflusst. Wenn der Unterschied kleiner werde, verändere dies das Wetter. Beobachtet werde, dass sich Tief- oder Hochdruckgebiete oft tagelang nicht bewegen. So eine Stagnation trage bei Tiefdruckgebieten zu Überschwemmungen bei.

Mitte Juli hatten Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Katastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen verwüstet. Rund 190 Menschen kamen ums Leben.

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