Trotz Rekords an Infektionen: London zögert mit Corona-Massnahmen

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Ein Rekord von 100'000 Corona-Fällen an einem Tag und trotzdem zögert die Regierung in London weiterhin mit verschärften Massnahmen.

    Besonders stark betroffen von der jüngsten Corona-Welle ist die britische Hauptstadt London. Foto: Frank Augstein/AP/dpa
    Besonders stark betroffen von der jüngsten Corona-Welle ist die britische Hauptstadt London. Foto: Frank Augstein/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Frank Augstein

    Das Wichtigste in Kürze

    • Grossbritannien hatte in dieser Woche ein Tagesrekord von 100'000 Corona-Fällen.
    • Dennoch wartet die Regierung in London mit weiteren, verschärften Regelungen.

    Die Zahl der Corona-Infektionen hat in Grossbritannien in dieser Woche einen Rekord erreicht. Trotz den über 100'000 Fällen an einem Tag ist die Regierung in London weiter zögerlich mit schärferen Massnahmen.

    Premierminister Boris Johnson mahnte die Menschen lediglich zu erhöhter Vorsicht und rief zur Booster-Impfung auf. Dies in einem Gastbeitrag in der Boulevardzeitung «The Sun» am Donnerstag.

    «Omikron breitet sich weiter schneller aus als alles, was wir bisher gesehen haben», schrieb der konservative Politiker. Alle britischen Landesteile ausser England hatten indessen bereits eine Verschärfung der Corona-Massnahmen vom zweiten Weihnachtsfeiertag an angekündigt.

    Bestätigungsgefühl wegen Studie

    Die Regierung in London fühlt sich durch die Ergebnisse mehrerer am Mittwoch veröffentlichter Studien aus Grossbritannien und Südafrika bestätigt. Demnach führt eine Omikron-Infektion weniger häufig zu Krankenhauseinweisungen als eine Infektion mit der Delta-Variante. Experten warnen jedoch, dass die schiere Zahl der Ansteckungen das Gesundheitssystem an den Rand seiner Fähigkeiten bringen könnte. Unter anderem auch, weil viele Mitarbeiter wegen Infektionen ausfallen.

    Grossbritannien hatte am Mittwoch mehr als 106 000 Neuinfektionen registriert. In den Landesteilen England und Schottland ist die Omikron-Variante bereits vorherrschend. Besonders stark betroffen ist die britische Hauptstadt London. Mehr als die Hälfte der Briten im Alter von über 12 Jahren hat inzwischen eine Booster-Impfung erhalten.

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