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    Stoltenberg wirbt bei EU-Gipfel für enge Zusammenarbeit

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    Deutschland,

    Nach der Trump-Ära hofft die NATO auf bessere Zeiten, obwohl die USA sich als globale Ordnungsmacht immer weiter zurückziehen. Die EU ist bemüht, die Gemeinsamkeiten Bündnis-Mitglieder zu betonen.

    Jens Stoltenberg, Generalsekretär der Nato, berät mit den Staats- und Regierungschefs der EU. Foto: Olivier Hoslet/Pool EPA/AP/dpa
    Jens Stoltenberg, Generalsekretär der Nato, berät mit den Staats- und Regierungschefs der EU. Foto: Olivier Hoslet/Pool EPA/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat beim EU-Gipfel für eine noch stärkere Zusammenarbeit der EU mit dem Verteidigungsbündnis geworben.

    «Mehr als 90 Prozent der Menschen, die in der Europäischen Union leben, leben in einem Nato-Land», sagte er zu Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs. Dies zeige, dass man eine sehr grosse gemeinsame Bevölkerung habe und zum grossen Teil mit der gleichen Nachbarschaft und den gleichen Herausforderungen konfrontiert sei. «Das alles macht es vollkommen klar, dass wir zusammenarbeiten müssen.»

    Als relevante Themen für die Zusammenarbeit nannte Stoltenberg die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen, Cyberangriffe und die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels. Zudem gehe es weiterhin um die Stabilisierung des Westbalkans oder zum Beispiel den Umgang mit der Migration in der Ägäis.

    EU-Ratspräsident Charles Michel sprach sich zum Auftakt der Gespräche mit Stoltenberg ebenfalls für eine enge Kooperation aus. Man habe eine Reihe gemeinsamer Prioritäten, sagte er. Als Beispiele nannte er unter anderem das Ziel, mehr Stabilität und Berechenbarkeit in der unmittelbaren Nachbarschaft zu erreichen.

    Mögliche Sorgen vor einer zu starken EU versuchte Michel zu zerstreuen. «Ich bin überzeugt, dass starke Partnerschaften starke Partner erfordern», sagte er. «Deshalb bin ich überzeugt, dass eine stärkere Europäische Union eine stärkere Nato ist.»

    Stoltenberg war am Freitag als Gast zu einer per Videokonferenz geführten Diskussionsrunde der europäischen Staats- und Regierungschefs eingeladen. Diese hatten am Donnerstag bereits über die Bemühungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beraten.

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