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    SPD will Recht auf Homeoffice weiterhin durchsetzen

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    Deutschland,

    Corona hat das Arbeiten von zu Hause für viele schlagartig zur Normalität gemacht - aus der Not heraus. Aber sollen Beschäftigte künftig auch einen Anspruch darauf haben? Die Idee ist umstritten.

    Nach Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sollen Beschäftigte bei einer Fünf-Tage-Woche 24 Tage im Jahr mobil oder im Homeoffice arbeiten dürfen. Foto: Michael Kappeler/dpa
    Nach Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sollen Beschäftigte bei einer Fünf-Tage-Woche 24 Tage im Jahr mobil oder im Homeoffice arbeiten dürfen. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SPD pocht auf einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice.

    Die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Katja Mast, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Für die SPD-Bundestagsfraktion ist das Recht auf mobiles Arbeiten noch längst nicht vom Tisch. Wer politisch mutig vorangeht, muss mit Widerständen rechnen, das sind wir gewohnt. Deshalb werden wir auch nicht nachlassen.»

    Mast sagte weiter: «Die letzten Monate zeigen doch, wie sehr mobiles Arbeiten entlasten kann. Die Corona-Pandemie führt uns deutlich vor Augen, was alles geht. In den kommenden Wochen werden sicherlich wieder mehr Menschen von zu Hause arbeiten.» Ein Recht auf mobiles Arbeiten sei kein Allheilmittel, schaffe aber Schutz und Sicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

    In der Union gibt es erheblichen Widerstand gegen die Pläne. Ein Entwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) war vom Bundeskanzleramt zunächst gestoppt worden. Der Entwurf sieht einen gesetzlichen Anspruch auf mobiles Arbeiten vor. Beschäftigte sollen bei einer Fünf-Tage-Woche demnach 24 Tage im Jahr mobil oder im Homeoffice arbeiten dürfen. Voraussetzung soll sein, dass sich die Tätigkeit dafür eignet und keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen.

    Aus dem Kanzleramt hatte es am Dienstag geheissen, der Entwurf sei nicht geeignet für eine weitere Abstimmung zwischen den Bundesministerien. Im Koalitionsvertrag stehe ein Auskunftsrecht, aber kein Rechtsanspruch auf Homeoffice. Ohne eine solche Ressortabstimmung wäre die Gesetzesinitiative gescheitert.

    «Es ist ein Trauerspiel, dass die grosse Koalition beim Thema Homeoffice einmal mehr streitet, anstatt zielstrebig das Land zu modernisieren», sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Johannes Vogel. «Arbeitsminister Heil muss dafür seinen Vorschlag aber so verändern, dass Bürokratie abgebaut statt wie bisher aufgebaut wird. Wir brauchen mehr Homeoffice, nicht mehr Bürokratie.» Zudem sei eine Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes nötig. «Solange Heil diese zentralen Themen nicht gemeinsam betrachtet, wird keine echte Modernisierung möglich sein.»

    Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, sagte der Funke-Mediengruppe (Samstag), Heil könne mit dem Vorschlag «im Grossen und Ganzen» auf seine Unterstützung setzen. «24 Tage Homeoffice im Jahr - das ist ein Rahmen, der sicher keinen überfordert», so Scheele. «Die Tücke liegt im Detail - etwa in der Frage, ob man seinen Anspruch auf einen festen Büroplatz verliert, wenn man regelmässig von zu Hause aus arbeitet.»

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