Korruption

    Papst verlangt von Führungskräften Ehrenerklärungen gegen Korruption

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    Italien,

    Papst Franziskus führt eine Ehrenerklärung für Führungskräfte im Vatikan ein. Darin unterschreiben sie, dass gegen sie nicht wegen Korruption ermittelt wird.

    Papst Franziskus
    Papst Franziskus will Ungarns Ministerpräsident Orban treffen. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit der Einführung von Ehrenerklärungen will Papst Franziskus gegen Korruption kämpfen.
    • Führungskräfte im Vatikan müssen nun unterschreiben, dass gegen sie nicht ermittelt wird.
    • Für Delikte wie Steuerhinterziehung, Korruption, Terrorismus und Ausbeutung.

    Papst Franziskus verschärft seinen Kurs gegen Korruption und Geldwäsche mit der Einführung von Ehrenerklärungen für Führungskräfte im Vatikan. Sie müssen künftig unterschreiben, dass gegen sie nicht wegen Steuerhinterziehung oder Korruption ermittelt wird. Dies betreffe Kardinäle auf Spitzenposten der Kurienbehörden und hohe Funktionäre, wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte.

    Sie dürfen wegen solcher Delikte oder wegen Betrugs, Terrorismus und Ausbeutung Minderjähriger auch nicht gerichtlich verurteilt sein. Ausserdem ist es ihren untersagt, Vermögen in Steuerparadiesen anzulegen. Oder Geld in Firmen zu investieren, die gegen die katholische Soziallehre verstossen. Die Führungskräfte müssen die Erklärungen bei ihrer Einstellung unterschreiben - und alle zwei Jahre wieder.

    Das Medienportal «Vatican News» wies zudem auf eine Neuerung hin, die für alle Mitarbeiter der Kurie gilt: Es werde verboten, Geschenke im Wert von mehr als 40 Euro anzunehmen. Der 84-jährige Papst hat schon mehrfach die Finanz- und Anti-Korruptions-Regeln verschärft.

    Neuer Wirtschaftskodex seit letztem Jahr

    So erliess Franziskus im Frühjahr 2020 einen neuen Wirtschaftskodex mit Regeln für öffentliche Aufträge. Ausserdem verpflichtete Franziskus seine Verwaltung beim Einkauf zu Sparsamkeit und Transparenz.

    Das neue Papstschreiben - ein sogenanntes Motu proprio - beginnt mit dem Satz: «Die Treue in den kleinen Dingen steht nach Darstellung der Heiligen Schrift in Beziehung zur Treue in wichtigen Dingen.» Der Vatikan hatte in den vergangenen Jahren wiederholt mit Vorwürfen zu kämpfen. Unter anderem des Betrugs gegen Würdenträger und Berichten über undurchsichtige Immobiliengeschäfte.

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