Vom 2. bis zum 6. Dezember will Papst Franzikus nach Zypern und Griechenland reisen. Zudem ist ein Abstecher nach Lesbos geplant.
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Das Oberhaupt der Römisch-katholischen Kirche, Papst Franziskus, winkt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Papst Franziskus will nach Zypern und Griechenland reisen.
  • Die Reise findet vom 2. bis zum 6. Dezember statt.
  • Dabei ist auch ein Abstecher nach Lesbos geplant.

Papst Franziskus will Anfang Dezember nach Zypern und Griechenland reisen. Das teilte der Heilige Stuhl am Freitag mit. Der 84-Jährige werde zunächst vom 2. bis 4. Dezember Zypern und danach vom 4. bis 6. Dezember Griechenland besuchen – dabei ist auch ein Abstecher nach Lesbos geplant.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte bereits Ende Oktober im Interview mit der argentinischen Nachrichtenagentur Télam angekündigt, dorthin reisen zu wollen. Nach dem Corona-Jahr 2020, in dem der reisewillige Franziskus Italien gar nicht verlassen konnte, ist es seine dritte Auslandsreise in diesem Jahr. Anfang März flog er zu seinem historischen Besuch als erster Papst in den Irak und traf dort den Grossajatollah und höchsten schiitischen Geistlichen im Irak, Ali al-Sistani. Anfang September besuchte er für wenige Stunden die ungarische Hauptstadt Budapest anlässlich der Abschlussmesse des 52. Eucharistischen Weltkongresses und brach anschliessend für drei Tage in die Slowakei auf.

Flüchtlingssituation weiterhin angespannt

Franziskus' war bereits im April 2016 in Griechenland; auch damals suchte er sich im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise die Insel Lesbos als Ziel aus und besuchte dort das berüchtigte Camp Moria. Zusammen mit dem Ökumenischen Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios, und dem Erzbischof von Athen und Griechenland, Hieronymus, unterzeichnete er eine gemeinsame Erklärung. Die drei drückten darin ihre «tiefe Besorgnis über die tragische Lage der zahlreichen Flüchtlinge, Migranten und Asylsuchenden» aus.

Die Situation der Flüchtlings- und Migrationsströme ist in diesem Jahr mit der Afghanistan-Krise und der Lage im zentralen Mittelmeer weiter angespannt. Immer wieder gibt es Berichte von Menschen, die auf ihrer Flucht im Mittelmeer ihr Leben verlieren oder in Seenot geraten. Papst Franziskus bezeichnete das Mittelmeer Mitte Juni als «grössten Friedhof Europas». Anfang September forderte der Pontifex, die Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen.

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