Das österreichische Volk wird von Staatschef Alexander Van der Bellen auf einen herausfordernden Winter vorbereitet.
Österreich
Alexander Van der Bellen bereitet auf einen schwierigen Winter vor. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der kommende Winter wird für Österreich kein einfacher.
  • Davon geht der Bundespräsident des Landes, Alexander Van der Bellen, aus.
  • Grund dafür sind die Energieprobleme wegen des Ukraine-Krieges.

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat seine Landsleute auf einen entbehrungsreichen Winter eingeschworen. Es zeichne sich aufgrund des Ukraine-Kriegs und seiner Folgen ein massives Energieproblem ab. Das sagte das Staatsoberhaupt am Mittwoch bei der Eröffnung der Bregenzer Festspiele am Bodensee.

Van der Bellen sagte mit Blick auf die Teuerungswelle: «Hunderttausende von Menschen in unserem Land haben Angst und sind am Rande der Verzweiflung.» Die bisherige Energie-Abhängigkeit von Russland sei unerträglich.

Van der Bellen fordert Solidarität

«Aber es ist auch unerträglich, auch nur mit dem Gedanken zu spielen, sich zum unterwürfigen Verbündeten eines Diktators zu machen.» So fuhr Van der Bellen fort. «Nichts mehr wird so sein wie früher.»

In dieser Situation sei Solidarität gefordert, gerade von denen, denen es vergleichsweise noch besser gehe, forderte das Staatsoberhaupt. Zugleich wandte sich Van der Bellen gegen Spekulationen einer Neuwahl des Parlaments.

Er wolle «grösstmögliche Stabilität» garantieren und dafür sorgen, «dass wir Wochen und Monate völliger Unmanövrierbarkeit vermeiden.» Van der Bellen selbst stellt sich am 9. Oktober zur Wiederwahl. Walter Rosenkranz der FPÖ machte bereits klar, dass er den EU-treuen Kurs der Regierung in der Ukraine-Frage nicht dulden wolle.

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