Mit einem Kampfflugzeug zwang der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko eine Ryanair-Maschine zur Landung. Die Lufthansa reagiert auf den Vorfall.
Kampfflugzeug Belarus Ryanair Lufthansa
Passagierflugzeuge der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) abseits der Start- und Landebahn. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Blogger Roman Protassewitsch war in Minsk nach einer Zwangslandung verhaftet worden.
  • Nun meidet die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa den belarussischen Luftraum.
  • Am Montag wurde zudem eine Maschine der Airline am Boden gehalten.

Die Lufthansa meidet nach der erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in Minsk bis auf Weiteres den Luftraum über der ehemaligen Sowjetrepublik. Vor allem Flüge nach Moskau müssten nun umgeleitet werden, sagte ein Sprecher am Dienstag in Frankfurt.

Sie seien aber auch in der Vergangenheit nicht immer über Belarus geflogen. Über einen für Mittwoch geplanten Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Minsk sei noch nicht entschieden. Zu den wirtschaftlichen Folgen machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

Kampfflugzeug begleitete Ryanair-Maschine

Auslöser war die von Belarus mit einem Kampfflugzeug erzwungene Landung einer Maschine des Lufthansa-Konkurrenten Ryanair in Minsk. Nach EU-Angaben waren 171 Menschen an Bord, darunter der oppositionelle Blogger Roman Protassewitsch. Er wurde nach der Landung in Minsk zusammen mit seiner Partnerin festgenommen.

Die Lufthansa hatte zuvor schon mitgeteilt, dass sie «aufgrund der aktuell dynamischen Lage» die «Operation im weissrussischen Luftraum» aussetze. Am Montag war zudem eine Lufthansa-Maschine in Minsk von den Behörden wegen eines angeblichen Terrorverdachts stundenlang am Boden gehalten worden.

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