EU

    McAllister ruft Johnson zu Kompromiss mit EU auf

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die Verhandlungen über die Beziehungen zwischen der EU und Grossbritannien nach dem Brexit stecken fest. Die EU pocht auf ein Einlenken Grossbritanniens.

    Die EU und Grossbritannien verhandeln weiterhin über die künftigen Beziehungen anch dem Brexit. Foto: Kirsty O'Connor/Press Association/dpa/Symbolbild
    Die EU und Grossbritannien verhandeln weiterhin über die künftigen Beziehungen anch dem Brexit. Foto: Kirsty O'Connor/Press Association/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments, David McAllister, hat den britischen Premierminister Boris Johnson aufgerufen, bei den festgefahrenen Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zur Europäischen Union nachzugeben.

    Die EU habe London ein «Angebot gemacht, was es so noch nie für einen Drittstaat gegeben» habe, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

    Nach seinem EU-Austritt gehört Grossbritannien übergangsweise noch bis zum Jahresende dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion an. Wenn bis dahin kein Handelsabkommen geschlossen wird, werden wieder Zölle eingeführt. 50 Prozent der britischen Exporte gingen auch in Zukunft in die EU. «Da ist natürlich ein zollfreier Zugang zum grössten Binnenmarkt der Welt ein interessantes Angebot für die britische Wirtschaft», sagte McAllister. «Als Gegenleistung verlangen wir ein klares Bekenntnis zu den geltenden, fairen Wettbewerbsbedingungen auf beiden Seiten des Ärmelkanals.»

    Johnson lehnt das bislang ab und pocht auf souveräne Entscheidungen seines Landes. Ein Vertrag müsste bis Oktober stehen, damit er Anfang 2021 in Kraft treten kann.

    Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange, warf Johnson ideologische Scheuklappen vor. «Ich glaube, wirtschaftliche Erwägungen spielen bei Johnson keine Rolle», sagte der SPD-Politiker dem RND. Der britische Premier betone, dass Grossbritannien mit dem EU-Austritt zu neuer Stärke gekommen sei, doch die Realität sehe anders aus. So werde Johnsons bis zum Jahresende kein Freihandelsabkommen mit den USA bekommen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    rosenwasser
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    leu
    609 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR IN NEWS

    4 Interaktionen
    Anchorage
    BUlle FR
    2 Interaktionen
    Sofia
    stromausfall
    22 Interaktionen
    In Brugg AG

    MEHR EU

    Mark Carney
    44 Interaktionen
    Montreal
    Kanada EU
    11 Interaktionen
    Montreal/Brüssel
    27 Interaktionen
    Montreal/Brüssel
    Eufor Soldaten
    14 Interaktionen
    Rom/Sarajevo

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    a
    61 Interaktionen
    Vater warnt
    Mauro Lustrinelli
    42 Interaktionen
    Bundesliga