Europas grösste Maturaparty sieht sich mit heftigen Vergewaltigungs-Vorwürfen konfrontiert. Eines der Opfer soll als Entschädigung 500 Euro erhalten haben.
K.o.-Tropfen
Auf der kroatischen Halbinsel Lanterna sollen Mädchen unter anderem K.o.-Tropfen verabreicht worden sein. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 2018 sollen X-Jam-Mitarbeitende mehrere Mädchen vergewaltigt haben.
  • Eine junge Dame forderte damals Entschädigung und erhielt 500 Euro.

Sie gilt als die grösste Maturareise Europas: X-Jam. Auf der kroatischen Halbinsel Lanterna feiern jedes Jahr tausende Maturantinnen und Maturanten ihren Abschluss. Die Resonanz: positiv – zumindest bis zuletzt.

Denn: Vor wenigen Tagen kamen erschreckende Berichte ans Licht. Demnach sollen Security-Angestellte im Jahr 2018 gleich mehrere österreichische Mädchen unter Drogen gesetzt und anschliessend vergewaltigt haben.

Junges Mädchen erhielt 500 Euro

Nun liefert die «Kronen Zeitung» weitere brisante Informationen. Demnach sei eine junge Frau aufgrund der K.o.-Tropfen derart schwer gestützt, dass sie umgehend abreisen musste.

Zuhause angekommen, habe sie per E-Mail aktiv eine finanzielle Entschädigung gefordert. Das Ergebnis: 500 Euro.

Es sei trotzdem keine Form des Schweigegeldes, zitiert die Zeitung die Party-Veranstalter. Es könne nicht die Rede von «nicht an die Öffentlichkeit gehen oder Schweigen sein.»

Nach Veröffentlichung der Berichte leitete X-Jam interne Untersuchungen ein. Dabei habe sich der Verdacht gegen einen Sicherheitsmitarbeiter erhärtet, so die Veranstalter. Der Mann wurde bei der Landespolizeidirektion Wien angezeigt. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

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