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Bericht: Knapp 500 Milliarden Euro für Ukraine-Wiederaufbau nötig

Keystone-SDA
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Der Krieg in der Ukraine hat innerhalb von knapp vier Jahren laut einer neuen Schätzung einen direkten Schaden von fast 200 Milliarden US-Dollar verursacht.

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Für den Ukraine-Aufbau seien fast 200 Milliarden US-Dollar nötig. (Symbolbild) - keystone

Zwischen dem Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 und Ende Dezember 2025 beläuft sich der Gesamtschaden auf 195,1 Milliarden US-Dollar, wie aus einem gemeinsamen Bericht der Weltbank, der Europäischen Kommission, der ukrainischen Regierung und der Vereinten Nationen hervorgeht. Für den Wiederaufbau des Landes dürften in den kommenden zehn Jahren 587,7 Milliarden Dollar nötig sein.

Vor allem der Wohnungsbau, der Verkehrssektor und die Energieversorgung seien zerstört worden. Dabei macht der Wohnungsbau mit mehr als 60 Milliarden Dollar fast ein Drittel des direkten Schadens aus, der Verkehrssektor mit rund 40 Milliarden Dollar gut ein Fünftel. «Stand 31. Dezember 2025 sind 14 Prozent des Wohnungsbestands beschädigt oder zerstört; dies betrifft mehr als drei Millionen Haushalte», hiess es. Verglichen mit dem Bericht des vergangenen Jahres sei der Schaden im Energiesektor um gut ein Fünftel gestiegen.

Geografisch gesehen verteilte sich der verursachte Schaden vor allem auf die Ostukraine und die Region rund um die Hauptstadt Kiew – 75 Prozent des Gesamtschadens seien in den Gebieten an der Front verzeichnet worden.

In diesen Bereichen sehen die Verfasser des Berichts auch den grössten finanziellen Bedarf beim Wiederaufbau des Landes; allerdings verteilen sich die prognostizierten Kosten proportional anders: Während Wohnungsbau, Verkehr und Energie jeweils gut 15 Prozent ausmachen, dürften bis 2035 auch Gelder für Handel und Industrie sowie Landwirtschaft, soziale Sicherung und Einkommensförderung und Kampfmittelbeseitigung anfallen.

In ihrem Bericht bis Ende 2024 hatten die Experten noch einen Gesamtschaden von 176,1 Milliarden Dollar festgestellt und Wiederaufbaukosten in Höhe von 524 Milliarden Dollar prognostiziert. EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos zufolge will die Europäische Union weiter eine Schlüsselrolle beim Wiederaufbau und der Erholung der Ukraine spielen. So sollten auch privatwirtschaftliche Geber für Investitionen angesprochen werden.

Dem Bericht nach wurden seit Februar 2022 bereits besonders eilige Reparaturen und andere dringende Projekte in Höhe von mindestens 20 Milliarden Dollar umgesetzt – insbesondere in den Bereichen Wohnungsbau, Energie, Bildung, Verkehr und anderen «essenziellen Sektoren». Früheren Angaben der Weltbank zufolge wurden zwischen Kriegsbeginn und Mitte Januar 2026 insgesamt 88,2 Milliarden Dollar an Finanzhilfen gesammelt.

UN-Koordinator Matthias Schmale verwies indes darauf, dass es beim Wiederaufbau des zerstörten Landes vor allem auf die Menschen ankomme. «Das wichtigste Kapital der Ukraine sind ihre Menschen.» Er verwies dabei auch auf die Rückkehr von Flüchtlingen, der Reintegration von Veteranen sowie die Förderung der Beschäftigung von Frauen.

Kommentare

Huldrych Ammann

Die SP möchte mit einer 5% MwSt-Erhöhung die Ukraine wieder aufbauen. Das sei nicht mehr als fair.

User #2468 (nicht angemeldet)

Seit 2022 hat die Schweiz 6 Milliarden zur Unterstützung, bereitgestellt. Und jetzt gehts wieder um etliche Millionen. Aber bei uns wird überall gespart. Und will noch die MWST erhöhen.

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