Lehrer nach Hakenkreuz-Vorfall nicht mehr im Dienst
Der Lehrer aus dem Burgenland (Ö), der Schüler ein Hakenkreuz mauern liess, hat sein Dienstverhältnis beendet. Die Ermittlungen laufen weiter.

Der Lehrer im Zentrum der Hakenkreuz-Affäre im österreichischen Burgenland ist nicht mehr im Schuldienst tätig. Das Dienstverhältnis wurde einvernehmlich aufgelöst, wie die «Krone» berichtet.
Der Berufsschullehrer hatte bei der Bildungsdirektion Burgenland selbst um Auflösung seines Dienstverhältnisses ersucht. Die Behörde stimmte dem Ansuchen im beidseitigen Einvernehmen zu, berichtet der «Kurier».
Zuvor war der Pädagoge bereits dienstfrei gestellt worden, nachdem der Fall Anfang Dezember öffentlich wurde. In Anwesenheit eines Anwalts fanden weitere Gespräche statt, über deren Inhalte Stillschweigen vereinbart wurde.
Ermittlungen des Verfassungsschutzes dauern an
An den laufenden Untersuchungen ändert die Beendigung des Dienstverhältnisses nichts, schreibt die «Krone». Der Verfassungsschutz ermittelt weiterhin und befragt alle anwesenden Schüler zu dem Vorfall.
Die Behörden wollen klären, wie es zu dem Arbeitsauftrag kam und welche Hintergründe dabei eine Rolle spielten. Bei der Staatsanwaltschaft Eisenstadt ist derzeit noch kein Verfahren anhängig, wie die «Heute» berichtet.
Ob es zu einem Verfahren kommt, hängt von den Ergebnissen der laufenden Ermittlungen ab. Für den Lehrer gilt weiterhin die Unschuldsvermutung, betont die «Krone».
Direktor erstattete Anzeige gegen Lehrer
Der Direktor der Landesberufsschule Pinkafeld hatte den Fall ins Rollen gebracht und Anzeige erstattet. Die Prüfungen laufen seither parallel auf strafrechtlicher und dienstrechtlicher Ebene, berichtet der «Kurier».

Der Vorfall ereignete sich laut der «Krone» auf dem Gelände der Keramikschule Stoob im Burgenland. Schüler sollen dort nach einer Skizze des Lehrers ein Hakenkreuz aus Ziegeln gemauert haben.
Die zentrale Frage der Ermittlungen lautet, ob die Form des Arbeitsauftrags bewusst gewählt wurde. Alternativ prüfen die Behörden auch, ob der Lehrer die Wirkung des NS-Symbols möglicherweise unterschätzt hat.
















