Keine Beruhigung der Infektionslage: Die Sommerwelle ist in vollem Gange und der Bundesgesundheitsminister warnt vor möglichen schweren Erkrankungen.
Karl Lauterbach sieht keinen Grund zur Sorglosigkeit.
Karl Lauterbach sieht keinen Grund zur Sorglosigkeit. - Michael Kappeler/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat erneut davor gewarnt, Corona-Infektionen in der laufenden Sommerwelle zu unterschätzen oder in Kauf zu nehmen.

Die ursprüngliche Idee, dass man sich infiziere und danach dann für immer immun sei, habe sich nicht bestätigt, sagte der SPD-Politiker dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Er verwies darauf, dass man sich sehr leicht mit der aktuellen Virusvariante BA.5 anstecken könne, auch wenn man mit der vorherigen Variante BA.2 infiziert gewesen war.

Bei BA.5 sei laut neuen Studien zudem die Wahrscheinlichkeit grösser, dass man schwer erkranke und im Krankenhaus behandelt werden müsse. Man sehe in Deutschland schon einen Anstieg der Hospitalisierungen und mehr Verlegungen auf Intensivstationen, erläuterte der Minister.

Er wandte sich gegen die Darstellung des Chefs der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der die Omikron-Variante «fast als Friedensangebot des Virus» bezeichnet hatte. Eine Annahme eines solchen Angebots würden viele mit dem Tod bezahlen. «Viele Menschen mit Risikofaktoren würden dann schwer erkranken oder versterben.» Zudem steige das Risiko für Long Covid. «Daher müssen wir das Problem lösen nicht durch eine ständige Infektion, sondern durch bessere Impfstoffe», sagte Lauterbach.

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