Ukraine Krieg

    Kremlchef Putin vergleicht Ukraine-Krieg mit Sowjetunion

    Fabia Söllner
    Fabia Söllner

    Russland,

    Wladimir Putin rechtfertigt bei der Militärparade auf dem Roten Platz erneut den Krieg gegen die Ukraine.

    Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.
    Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau. - Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

    Putin hat bei der Militärparade zum Sieg den russischen Krieg gegen die Ukraine mit der Sowjetunion-Verteidigung im WW2 gleichgesetzt.

    «Russland bleibt ein unüberwindbares Hindernis für Nazismus, Russophobie und Antisemitismus und wird mit den Exzessen kämpfen, die die Schergen dieser aggressiven zerstörerischen Ideen verüben», erklärte Putin laut «Tagesschau».

    putin russland leipzig
    Putin äusserte sich zur Militärparade. - keystone

    Putin betonte, Wahrheit und Gerechtigkeit seien auf der Seite Russlands. Mit Blick auf die Kämpfer der sogenannten «militärischen Spezialoperation» sagte er, ganz Russland unterstütze sie.

    Mit diesem Begriff bezeichnet der Kreml offiziell die Invasion in der Ukraine.

    Krieg, Widerspruch zu Trump und Betonung der sowjetischen Rolle

    In seiner Rede hob Putin hervor, dass die Soldaten der Sowjetarmee den entscheidenden Anteil am Sieg über Hitler-Deutschland geleistet hätten. Damit widersprach er indirekt dem früheren US-Präsidenten Donald Trump, der zuvor den Beitrag der US-Armee als entscheidend bezeichnet hatte.

    Putin räumte jedoch ein, dass die Eröffnung einer zweiten Front in Europa den Sieg beschleunigt habe, wie «WELT» berichtet.

    Findest du, Putins Rechtfertigung stimmig?

    Während Putin die westlichen Alliierten nicht einzeln nannte, hob er den Beitrag Chinas im Zweiten Weltkrieg besonders hervor. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping war als wichtigster ausländischer Gast direkt an Putins Seite zu sehen.

    Internationale Gäste und Machtdemonstration

    Zur Parade waren neben Xi Jinping auch Regierungschefs aus Ländern wie der Slowakei und Serbien angereist. Insgesamt marschierten rund 10'000 Soldaten über den Roten Platz, darunter auch Einheiten aus China, Laos, Myanmar und Ägypten.

    Chinas Präsident Xi in Moskau
    Putins wichtigster Gast: Xi Jinping. Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa - dpa

    Unter den russischen Soldaten befanden sich auch Kämpfer, die aktuell in der Ukraine eingesetzt werden, wie «Tagesschau» berichtet.

    Militärische Inszenierung und Sicherheitsvorkehrungen

    Die Parade zeigte mehr Militärtechnik als im Vorjahr, darunter Panzer, Interkontinentalraketen und Trophäen aus dem Ukraine-Krieg. Die Sicherheitsvorkehrungen waren so hoch wie nie: Teile der Moskauer Innenstadt wurden abgeriegelt, das Mobilfunknetz abgeschaltet.

    Grund hierfür war die Sorge vor ukrainischen Drohnenangriffen, wie «Tagesschau» berichtet.

    Kommentare

    Merlin

    Dann bin ich wohl ein Scherge. Ups, kann jetzt nicht schlafen.

    User #4623 (nicht angemeldet)

    Was ist mit Putin los? Er argumentierte schon souveräner. Ist er angezählt?

    Weiterlesen

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