In Katalonien sollen angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen neue Beschränkungen ins Leben gerufen werden.
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Menschen, manche von ihnen mit Mundschutz, gehen auf der langen Promenade La Rambla in Barcelona entlang. Foto: Europa Press/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Katalonien steigen die Corona-Zahlen sehr schnell an.
  • Deswegen sollen wieder strenge Beschränkungen aufgestellt werden.
  • Jedoch müssen die Regeln noch vom Obersten Gerichtshof abgesegnet werden.

Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona hat angesichts schnell steigender Corona-Zahlen wieder strenge Beschränkungen des öffentlichen Lebens angekündigt. So sollten Clubs, Bars und Discos geschlossen werden und nächtliche Ausgehbeschränkungen zwischen 1:00 Uhr und 6:00 Uhr gelten.

Die Auslastung von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie die Zahl der Teilnehmer an privaten Treffen soll begrenzt werden. Das teilte die Regionalregierung der autonomen Gemeinschaft im Nordosten Spaniens mit. Diese Massnahmen sollten am Freitag für zunächst 15 Tage in Kraft treten. Der Oberste Gerichtshof Kataloniens muss den Plänen allerdings noch zustimmen.

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Demonstranten rufen Parolen gegen die Regierung bei Protesten gegen Corona-Beschränkungen in Spanien. - dpa

Die Corona-Zahlen steigen in Spanien trotz einer hohen Impfrate von rund 90 Prozent aller Menschen über zwölf Jahren sehr schnell. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist inzwischen mit gut 377 höher als in Deutschland (306,4). Auch in den Krankenhäusern nimmt die Belastung zu. Insgesamt 1442 Corona-Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt und belegten damit 15,5 Prozent der Kapazitäten.

Krisensitzung wegen steigenden Zahlen

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat angesichts der Entwicklung für Mittwochnachmittag eine Krisensitzung einberufen. Bei der Videokonferenz mit den Präsidenten der autonomen Gemeinschaften, solle es um Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie gehen. Das hatte Sánchez bei einer am Sonntag landesweit ausgestrahlten TV-Ansprache angekündigt.

Die hoch ansteckende Omikron-Variante des Virus zirkuliert auch in Spanien und dürfte nach Einschätzung von Experten schon bald vorherrschend sein. Ausser Katalonien setzen die anderen Regionen aber bisher auf relativ milde Massnahmen: einen schnellen Fortschritt bei den Drittimpfungen sowie auf die 3G-Regel beim Betreten vieler öffentlicher Innenräume. Beschränkungen gelten bei der Auslastung von Gaststätten, Kinos und Konzerthallen. Ausserdem eine allgemeine Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen sowie teilweise auch im Freien.

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