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    Kammer: Asiatisch-pazifischer Handelspakt Weckruf für EU

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    Deutschland,

    Der Handel zwischen den USA und China war nie so frostig wie heute. Nun hat China mit 14 anderen asiatisch-pazifische Staaten das grösste Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. Wie sieht es nun für Europa aus?

    Am Central Business District in Peking. Nach achtjährigen Verhandlungen haben China und 14 andere asiatisch-pazifische Staaten das grösste Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. Foto: Andy Wong/AP/dpa
    Am Central Business District in Peking. Nach achtjährigen Verhandlungen haben China und 14 andere asiatisch-pazifische Staaten das grösste Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. Foto: Andy Wong/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach dem asiatisch-pazifischen Freihandelsabkommen sollte aus Sicht der Internationalen Handelskammer auch Europa mehr Tempo beim Freihandel machen.

    «Europa muss sich fragen, welche Zukunftsvisionen es hat. Hier brauchen wir schnelle Fortschritte», teilte der deutsche Zweig der Wirtschaftsorganisation, ICC Germany, am Montag mit. So solle die aktuelle Situation ein Weckruf sein, das Abkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada schnell zu verabschieden. Die Kammer kritisierte auch, dass der Plan für eine Freihandelszone mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur auf Eis gelegt worden sei.

    Die EU und Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay (Mercosur) hatten 2019 eine politische Grundsatzeinigung darüber erzielt. Mehrere EU-Staaten stellen sie aber in Frage, weil sie etwa einen stärkeren Schutz des Regenwaldes verlangen. Das Abkommen Ceta (Comprehensive Economic and Trade Agreement) mit Kanada ist seit 2017 vorläufig in Kraft. Es gibt Klagen dagegen, vor einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts kann der Bundestag das Abkommen nicht ratifizieren.

    China hatte am Sonntag mit 14 asiatisch-pazifischen Staaten das grösste Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. Die «regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft» oder RCEP, wie der Pakt abgekürzt wird, umfasst 2,2 Milliarden Menschen und rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Das Abkommen verringert Zölle, legt einheitliche Regeln fest und erleichtert damit Lieferketten.

    «Auch wenn die Details noch festgelegt werden müssen: Die strategische Bedeutung eines Wirtschaftsraumes, der die Europäische Union in einigen Jahren an Wirtschaftskraft überholen könnte, ist enorm», sagte Holger Bingmann, der Präsident von ICC Germany. «Dies bietet auch Potenziale für deutsche Unternehmen, die in dem neuen zu schaffenden Freihandelsraum aktiv sind.»

    Kritiker bemängelten am Wochenende, in RCEP fehlten ausreichende Regelungen zur Liberalisierung der Volkswirtschaften und zum Umwelt- und Arbeitsschutz.

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