Jüngster Demenz-Patient spendet Gehirn für Forschung
Andre Yarham aus Grossbritannien starb im Alter von 24 Jahren an Demenz und spendete nach seinem Tod sein Gehirn für die medizinische Forschung.

Andre Yarham galt als jüngster Demenz-Patient Grossbritanniens. Am 27. Dezember 2025 starb er mit nur 24 Jahren, berichtet die «BBC».
Er litt an frontotemporaler Demenz, einer seltenen Form der Erkrankung, die durch eine Protein-Mutation ausgelöst wird.
Seine Familie bemerkte erste Symptome laut «People» bereits 2022, als er vergesslich wurde und sich häufig verirrte. «Er sagte, er gehe zum Laden. Eine Stunde später war er in der Stadt, ohne zu wissen, wie er nach Hause kommen sollte.»
Kurz vor seinem 23. Geburtstag erhielt Yarham die Diagnose nach einer MRT-Untersuchung. Ärzte stellten fest, dass sein Gehirn den Zustand eines 70-Jährigen aufwies, wie «Tag 24» schreibt.
Rasanter Verfall innerhalb weniger Monate
Die Krankheit schritt schnell voran und raubte dem jungen Mann aus Norfolk viele seiner kognitiven Fähigkeiten. So verschwand auch seine Sprache vollständig, er konnte nur noch Laute von sich geben.
Seine Mutter wurde zur Vollzeit-Pflegekraft und half ihm beim Essen, Anziehen und Waschen. Nach drei Wochen im Spital kam er ins Priscilla Bacon Lodge Hospiz, wo er schliesslich Ende 2025 verstarb.
Die Familie entschied sich nach seinem Ableben, Yarhams Gehirn der medizinischen Forschung zu spenden, berichtet der «Standard».
Jüngster Demenz-Patient gibt mit Hirnspende Hoffnung
«Es gibt nicht genug Bewusstsein dafür, wie grausam diese Krankheit sein kann. [...]», sagte seine Mutter laut «Times of India».

Frontotemporale Demenz betrifft etwa eine von 30 Personen mit Demenz in Grossbritannien, schreibt die «Times of India». Bei jungen Erwachsenen ist die Erkrankung äusserst selten und bislang unheilbar.
Die Hirnspende könnte Forschern helfen, die Mechanismen der Krankheit besser zu verstehen. Derzeit gibt es keine Heilung, und verfügbare Behandlungen bieten nur begrenzte Linderung.
















