Streik

    Jetzt wollen Teneriffa-Einwohner gar in den Hunger-Streik

    Anna Baumert
    Anna Baumert

    Spanien,

    Die Einwohner von Teneriffa haben genug von den vielen Touristen. Jetzt drohen sie den Behörden mit einem Hungerstreik.

    Hotel
    Touristen und neue Hotels sorgen in Teneriffa für Ärger. (Archivbild) - pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Viele Einwohner der Ferieninsel Teneriffa wollen dem Massentourismus ein Ende setzen.
    • Nun drohen sie der Regierung sogar mit einem Hungerstreik.

    Auf Teneriffa herrscht dicke Luft: Die Bevölkerung stört sich nämlich an den vielen Touristen, die Jahr für Jahr auf die Insel strömen. Denn dadurch werden zum einen Mieten und Lebenshaltungskosten teurer, zum anderen gibt es jede Menge Stau auf den Strassen.

    Ihren Unmut bringen die Einwohner unter anderem mit Graffitis in der Nähe von grossen Ferienresorts zum Ausdruck. «Touristen, geht nach Hause!», heisst es etwa.

    Jetzt gehen sie noch einen Schritt weiter – und drohen den Behörden mit einem Hungerstreik, wie die «Daily Mail» berichtet. Die Forderung der Aktivisten: Die Arbeiten an zwei neuen Hotelprojekten sollen sofort eingestellt werden. Es brauche «schnelle Lösungen» und keine «falschen Versprechen» der Regierung.

    Mit ihrem Hungerstreik wollen sie ab dem 11. April beginnen. Das hat die Bewegung «Canarias se exhausta» (zu Deutsch: «Die Kanaren sind erschöpft») angekündigt.

    Am 20. April soll es dann auf mehreren Kanarischen Inseln Proteste geben. Sowohl der Hungerstreik als auch die Proteste würden ihrer «Verzweiflung» entspringen, so die Aktivisten.

    In ihrer öffentlichen Erklärung schreiben sie: «Wir haben diesen Punkt erreicht, weil wir keine andere Wahl haben. Und wegen der schweren Fehler, die unsere Regierung der Kanarischen Inseln begeht.»

    Waren Sie schon mal auf den Kanarischen Inseln?

    Die Regierung sei für die möglichen Konsequenzen des Hungerstreiks verantwortlich. «Sie setzt unsere Gegenwart und unsere Zukunft und die der neuen Generationen aufs Spiel», so die Aktivisten.

    Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, appelliert derweil an den «gesunden Menschenverstand» der Tourismusgegner. «Wir können nicht unsere Hauptquelle für Beschäftigung und Wohlstand angreifen, das wäre unverantwortlich», hält er fest.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    teneriffa
    28 Interaktionen
    Nach Mallorca
    Kyoto Geisha
    5 Interaktionen
    Für Touristen
    Party-Gruppen
    Betreutes Wohnen
    1 Interaktionen
    Betreutes Wohnen

    MEHR IN NEWS

    Bushby
    3 Interaktionen
    28 Jahre unterwegs
    q
    83 Interaktionen
    Heute Midterms
    2 Interaktionen
    Stuttgart

    MEHR STREIK

    1 Interaktionen
    Prag
    2 Interaktionen
    Athen
    Rheinschifffahrt
    1 Interaktionen
    Basel
    3 Interaktionen
    Busfahrer

    MEHR AUS SPANIEN

    Zug Kollision
    1 Interaktionen
    Madrid
    jes
    Xhaka kondoliert
    Madrid Platz
    5 Interaktionen
    Gegen Wohnungsnot
    Jesus de Miguel
    Grosser Schock