In Italien ist der Corona-Inzidenzwert wieder leicht gestiegen. Stand Donnerstag lag der Wert je 100 000 Einwohner für die vorangegangenen sieben Tag landesweit bei durchschnittlich 34 Fällen, wie das Gesundheitsministerium in seinem wöchentlichen Corona-Lagebericht am Freitag in Rom mitteilte. In der Vorwoche ermittelten die Experten für den Sieben-Tage-Inzidenzwert noch 29 Fälle je 100 000 Einwohner. Zuvor war der Wert von Woche zu Woche gesunken.
Ein Arbeiter in einem Schutzanzug sprüht Desinfektionsmittel auf ein Kanalisationsgitter in einem Privatviertel Roms. Italien bereitet sich auf eine teilweise Wiedereröffnung nach den langen Ausgangsbeschränkungen vor. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
Ein Arbeiter in einem Schutzanzug sprüht Desinfektionsmittel auf ein Kanalisationsgitter in einem Privatviertel Roms. Italien bereitet sich auf eine teilweise Wiedereröffnung nach den langen Ausgangsbeschränkungen vor. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Einen Anlass zur Beunruhigung sahen die Gesundheitsexperten darin nicht.

Die Pandemie sei in Italien immer noch unter Kontrolle, erklärte Silvio Brusaferro. Die Ausbreitung des Virus sei beschränkter als in anderen Ländern. Am Freitag meldeten die Behörden fast 3900 Corona-Neuinfektionen und rund 40 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Knapp 82 Prozent der Menschen über zwölf Jahren waren Stand Freitagabend gegen Covid-19 durchgeimpft.

Italiens Regierung hatte vor einer Woche den sogenannten Grünen Pass auf die Arbeitswelt ausgeweitet. Seitdem muss man einen Impfnachweis, negativen Test oder eine Genesungsbescheinigung vorzeigen, um zur Arbeit gehen zu können. In der Folge stiegen unter anderem die Zahlen der täglichen Corona-Tests merklich. Natürlich habe man mit mehr Tests auch mehr positive Fälle, erklärte der Epidemiologe Giovanni Rezza am Freitag. Der leichte Anstieg der Inzidenz könnte zum Teil mit der Anhäufung von Tests erklärt werden.

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