Olympia 2026: Camille Rast nach Brignone-Show frustriert
Die Schweizer Ski-Frauen müssen bei Olympia 2026 weiter auf die erste Medaille warten. Camille Rast geht im Riesenslalom leer aus. Gold holt Federica Brignone.

Das Wichtigste in Kürze
- Federica Brignone gewinnt die Goldmedaille im Olympia-Riesenslalom.
- Die Italienerin distanziert die Konkurrenz um über sechs Zehntel.
- Camille Rast verpasst einen Exploit und fährt klar an den Medaillen vorbei.
Der Riesenslalom bei Olympia 2026 wird zur Schweizer Enttäuschung! Camille Rast kann sich im zweiten Lauf nicht steigern und fährt an den Medaillen vorbei.

Bereits nach dem ersten Durchgang lag die Mit-Favoritin nur auf Rang 12. Am Ende muss sie sich mit eben diesem zwölften Platz begnügen.
«Froh, wenn Olympia vorbei ist»
Nach dem Rennen zeigt sich Rast frustriert. Gegenüber SRF sagt sie: «Ich wollte schnell Skifahren. Leider war es in den flacheren Passagen nicht optimal. Dort verliere ich viel Zeit.»
Am Mittwoch steht für die 26-Jährige noch der Slalom auf dem Programm. Die Vorfreude hält sich in Grenzen.
«Ich bin froh, wenn Olympia bald vorbei ist. Es ist schon ein grosser Aufbau für nur zwei Rennen. Ich freue mich auch wieder auf den normalen Rhythmus im Weltcup.»
Natürlich freue sie sich noch auf den Slalom am Mittwoch, so Rast. «Aber wir haben die Strecke ja schon in der Team-Kombi gesehen. Das ist ja fast eine Junioren-Piste...»
Brignone unwiderstehlich
Zurück zum Rennen: Ganz vorne setzt Federica Brignone zur grossen Show an. Die Italienerin gewinnt nach dem Super-G auch Gold im Riesenslalom – und schreibt damit eine unglaubliche Geschichte.

Nicht einmal ein Jahr ist es her, als sich Brignone schwer am Bein verletzte und um Olympia zittern musste. Nun gewinnt sie in Cortina zweimal Gold. Wahnsinn.
Zur Leistung von Brignone sagt Rast im SRF-Interview: «Sie ist so gut gefahren. Und das nach dem Horror-Sommer, welchen sie gehabt hat. Es ist unglaublich.»
Hector und Stjernesund mit Silber
Silber im Riesen geht an Sara Hector und Thea Louise Stjernesund, welche zeitgleich ins Ziel kommen. Sie verlieren über sechs Zehntel auf Brignone.

Generell bleiben am Sonntag viele Favoritinnen unter den Erwartungen. Saison-Dominatorin Julia Scheib wird nur Fünfte. Alice Robinson muss sich mit Platz acht begnügen.
Und: Mikaela Shiffrin verpasst als Elfte die Top Ten.
Holdener verzichtet auf Start
Die weiteren Schweizerinnen verpassen die Top 20. Vanessa Kasper (23.) und Sue Piller (24.) können sich in der Entscheidung nicht mehr verbessern.
Wendy Holdener trat kurzfristig nicht im Riesenslalom an. Sie will sich voll auf den Slalom vom Mittwoch konzentrieren.
Es wird die letzte Chance für die Schweizer Ski-Frauen, bei Olympia 2026 doch noch eine Medaille zu gewinnen.

















