Gegen die beiden ehemaligen Vizebundeskanzler Österreichs Heinz-Christian Strache und Hartwig Löger werden erneut Korruptionsvorwürfe erhoben.
Vizekanzler Strache bezeichnete ORF in einem Facebook-Post als Ort, an dem Lügen zu Nachrichten werden.
Vizekanzler Strache bezeichnete ORF in einem Facebook-Post als Ort, an dem Lügen zu Nachrichten werden. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Den ehemaligen Vizebundeskanzlern wird Bestechlichkeit vorgeworfen.
  • Strache war schon 2019 wegen seines Ibiza-Skandals in den Schlagzeilen.
  • Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz steht im Visier der Behörden.

In Wien wurde am Donnerstagmorgen eine neue Anzeige gegen die ehemaligen österreichischen Regierungsmitglieder Heinz-Christian Strache und Hartwig Löger eingereicht. Ihnen wird Verdacht zur Bestechlichkeit vorgeworfen, wie «Spiegel» berichtet.

Den Beschuldigten sollen durch eine «Gesetzesänderung den Anbietern von Lebensversicherungen auf Kosten ihrer Kunden erheblichen geldwerten Vorteil verschafft» haben. Dafür haben die ehemaligen Vizebundeskanzler anschliessend Parteispenden erhalten.

Heinz-Christian Strache schon 2019 unter Beschuss

Der Ex-FPÖ-Chef Strache wurde 2019 in einem Undercover-Video auf Ibiza entlarvt. Er war bereit einer scheinbaren Milliardärstochter Regierungsaufträge zu sichern, wenn diese der Partei Geld spende. Dafür wurde der 52-Jährige zu 15 Monaten Bewährung verurteilt.

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz steht im Visier. Ihm wird vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Ibiza-Video Falschaussagen gemacht zu haben, um seine Partei zu schützen.

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