Grossbritannien meldet täglich Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen. Die Omikron-Variante breitet sich auf der Insel rasch aus. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert rasche Reisebeschränkungen.
«Ich würde mir wünschen, dass der Bund mal genau hinschaut»: Klaus Holetschek. Foto: Sven Hoppe/dpa
«Ich würde mir wünschen, dass der Bund mal genau hinschaut»: Klaus Holetschek. Foto: Sven Hoppe/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante fordert der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, zeitnahe Reisebeschränkungen für Grossbritannien.

«Ich blicke mit grosser Sorge auf die Entwicklungen in Grossbritannien. Die Omikron-Virusvariante breitet sich dort rasch aus. Wir müssen daher konsequent und schnell handeln», sagte er CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Ziel muss es sein, die Omikron-Ausbreitung einzudämmen oder zumindest zu verlangsamen.

«Wir brauchen dabei eine bundesweite Lösung. Denn klar ist doch: Die Flieger landen im ganzen Land – und viele Passagiere reisen anschliessend quer durchs Land», sagte Holetschek. Der Bund müsse Grossbritannien daher «möglichst schnell» zum Virusvariantengebiet erklären. Dann könnten die strengeren Vorgaben der Corona-Einreiseverordnung greifen, wobei auch hier noch nachgeschärft werden müsse. «Ich werde das am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz zur Sprache bringen.»

Zuvor hatte Holetschek bereits in der Sendung «Frühstart» von RTL/ntv darauf verwiesen, dass die Zahlen in Grossbritannien «vehement» stiegen und man «nicht zu lange» mit einer entsprechenden Entscheidung warten solle. Es wäre sinnvoll, wenn man künftig für die Einreise aus Grossbritannien nach Deutschland einen PCR-Test vorlegen müsse, der nicht älter als 24 Stunden sei.

Bereits stark eingeschränkt hat Frankreich die Einreise aus Grossbritannien. Die Einreise aus sowie die Ausreise nach Grossbritannien ist ab Samstag, 0.00 Uhr, nur noch aus zwingenden übergeordneten Gründen möglich, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstag ankündigte. Touristische oder berufliche Gründe gehören nicht dazu.

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