Mitten in der Ferienzeit hatte die Bundesregierung Spanien als Hochrisikogebiet eingestuft. Einen Monat später ist damit Schluss.
Urlauber im Abflugbereich des Flughafens von Palma de Mallorca. Foto: Clara Margais/dpa
Urlauber im Abflugbereich des Flughafens von Palma de Mallorca. Foto: Clara Margais/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bundesregierung in Deutschland streicht Spanien von der Liste der Hochrisikogebiete.
  • Damit entfallen die Quarantänevorschriften für Rückkehrer des beliebten Ferienlandes.
  • Vor allem die Tourismuswirtschaft auf Mallorca hat unter den Vorschriften gelitten.

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien von der Liste der Hochrisikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mit.

Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber. Der Grossraum Lissabon ist ab Sonntag ebenfalls kein Hochrisikogebiet mehr. Als einzige Region in Portugal bleibt aber die beliebte Urlaubsregion Algarve auf der Liste.

Beliebtes Urlaubsziel

Spanien gilt als beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen im Ausland. Am 11. Juli war es wegen stark steigender Infektionszahlen mitten in der Ferienzeit als Risikogebiet eingestuft worden, Ende Juli als Hochrisikogebiet. Seitdem müssen Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne.

Spanien
Touristen sonnen sich und baden am Strand von El Arenal, einem der Hauptziele für deutsche und niederländische Touristen während der Sommersaison auf der Balearen-Insel Mallorca. - dpa

Das traf vor allem die Tourismuswirtschaft auf Mallorca. Bereits vergangenen Sonntag wurden die Kanarischen Inseln sowie Katalonien von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Jetzt verschwindet das ganze Land von der RKI-Liste.

Mehrere Kriterien für Hochrisikogebiete

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Anders als früher sind dafür aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Auch Chile ist ab Sonntag kein Hochrisikogebiet mehr. Neu auf der Liste sind drei Karibikstaaten: Jamaika, St. Kitts und Nevis sowie St. Lucia.

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