In Frankreich sollen künftig strengere Corona-Regeln gelten. Ein negativer Test reicht nicht mehr aus, um in ein Restaurant zu gehen.
Präsident Macron (re.) mit einer Gesichtsmaske
Präsident Macron (re.) mit einer Gesichtsmaske - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Frankreich will drastische Einschränkungen gegen Ungeimpfte umsetzen.
  • Ein negativer Test reicht nicht mehr für ein Zertifikat aus.
  • In Frankreich erreichen die Infektionen zurzeit neue Höchstwerte.

Nach heftigen Debatten hat die französische Nationalversammlung im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Einführung drastischer Einschränkungen für Ungeimpfte gebilligt. Die Regelungen sehen vor, dass Ungeimpfte künftig keinen Zugang mehr zu Orten wie Restaurants, Kinos oder Fernzügen haben.

Am frühen Donnerstagmorgen nahm die Nationalversammlung das Gesetzesvorhaben in erster Lesung an. Nun muss sich noch der Senat mit dem Text befassen. Die Nationalversammlung hatte die Beratungen zuvor zweimal unterbrochen und den engen Zeitplan der Regierung damit gefährdet.

Negativer Test soll nicht mehr reichen

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen will die Regierung den sogenannten Gesundheitspass durch einen neuen Impfpass («pass vaccinal») ersetzen. Ein negativer Test soll dann nicht mehr reichen. Welchen Status Genesene bekommen, will die Regierung zu einem späteren Zeitpunkt abschliessend festlegen.

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Eine Frau lässt sich auf das Corona-Virus testen. - Keystone

Die Regeln sollten eigentlich zum 15. Januar in Kraft treten. Ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, ist angesichts der verzögerten Zustimmung in der Nationalversammlung unklar.

Corona-Höchstwerte in Frankreich

Die Infektionszahlen stiegen in Frankreich in den vergangenen Wochen stark an. Die Omikron-Variante ist mittlerweile vorherrschend.

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Massiver Anstieg: Corona-Testlabor in Frankreich. - AFP

Am Mittwoch verzeichnete das Land mit mehr als 332'000 gemeldeten Infektionen innerhalb eines Tages einen Höchstwert. Zuletzt lag der Inzidenzwert, also die Neuansteckungen innerhalb einer Woche pro 100'000 Menschen, landesweit bei etwa 1908.

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