Weitere Coronavirus-Fälle in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

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Frankreich,

Das neuartige Coronavirus breitet sich auch in Deutschland weiter aus: In Nordrhein-Westfalen meldeten die Behörden am Donnerstagabend 14 neue Fälle, in Baden-Württemberg vier.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Virus breitet sich auch in Italien und Frankreich aus.

In Italien gibt es trotz grossangelegter Quarantänemassnahmen mittlerweile 17 Tote und 650 Infizierte, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Coronavirus-Epidemie stehe vor einem «Wendepunkt», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Im Kreis Heinsberg seien am Abend 14 neue Infektionen bestätigt worden, teilten das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium und der Kreis Heinsberg mit. Damit stieg die Zahl der Infektionsfälle in Heinsberg auf 20. Alle neu diagnostizierten Patienten seien in häusliche Quarantäne entlassen worden, hiess es weiter. Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus sei nicht notwendig. Fast alle Betroffenen wohnten in der Gemeinde Gangelt, einer in der Region Aachen.

Das baden-württembergische Sozialministerium meldete am Abend vier weitere Fälle in dem Bundesland. Drei von ihnen hatten demnach zuvor bei einem Geschäftstreffen in München Kontakt zu einem italienischen Teilnehmer, der anschliessend in Italien positiv getestet wurde.

Italien ist der bislang grösste Infektionsherd des neuartigen Coronavirus in Europa. Der Zivilschutz gab am Donnerstag fünf weitere Todesfälle bekannt, die Gesamtzahl stieg damit auf 17. Von Italien aus hat sich das Virus weiterverbreitet: In Deutschland, Spanien, Griechenland, Grossbritannien, Kroatien, Dänemark und Österreich gibt es jeweils einen oder mehrere Erkrankte, die sich bei einer Italien-Reise angesteckt haben.

Es sei nicht die Schuld Italiens, «dass wir mehr Kontrollen vornehmen» als andere Länder, sagte Aussenminister Luigi Di Maio. Allerdings gab es Kritik an der Zählweise italienischer Behörden, da von dort entgegen dem weltweit üblichen Vorgehen alle positiv getesteten Patienten statt nur tatsächlich erkrankte gemeldet werden.

In Spanien erhöhte sich die Zahl der Infektionen auf 17, davon wurden allein 15 Fälle seit Montag registriert. Darunter sind auch vier Italiener, die im Urlaub auf Teneriffa waren. Dort stehen seit Dienstag mehr als 700 Urlauber in einem Hotel unter Quarantäne.

«Wir stehen vor einer Krise, die Epidemie kommt», sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris. Dort war diese Woche erstmals ein französischer Staatsbürger gestorben, der positiv auf das Virus getestet worden war. Insgesamt stieg die Zahl der bestätigten Fälle in Frankreich von 18 auf 38, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Abend mitteilte.

In China, dem Ausgangspunkt der Epidemie, geht die Zahl der Neuansteckungen unterdessen zurück. Die WHO registrierte am Mittwoch und Donnerstag mehr neue Fälle ausserhalb Chinas als in der Volksrepublik selbst. Am Donnerstag gab die Regierung in Peking 29 weitere Todesfälle in Festlandchina bekannt, die offizielle Gesamtzahl der Verstorbenen stieg damit auf 2744.

Ausserhalb Chinas wurden nach Angaben der WHO mittlerweile rund 3470 Infizierte in 44 Ländern registriert. Vor allem Länder mit ersten Infektionsfällen müssten schnell und offensiv handeln, um das Virus einzudämmen, forderte WHO-Chef Tedros.

Grösster Herd des Erregers ausserhalb von China ist weiterhin Südkorea. Seit Mittwoch stieg die Gesamtzahl der Infektionen dort auf fast 1600. Zwölf Menschen starben. In Japan haben sich mittlerweile fast 200 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, drei Menschen starben.

Kritisch ist die Lage auch im Iran, wo die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf 26 stieg. Vom Iran breitete sich das Virus unter anderem in den Irak aus. Saudi-Arabien schliesst als Schutzmassnahme seine Grenzen für Pilger. Muslimische Gläubige, welche nach Mekka reisen wollen, erhalten vorerst keine Visa mehr.

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