Parlament

    Europäisches Parlament: Gespräche zur Agrarreform gehen weiter

    DPA
    DPA

    Belgien,

    Das Europäische Parlament setzt die Gespräche zur Agrarreform fort. Dies ist wichtig, denn eine Einigung ist dringend.

    Europäisches Parlament
    Ein Landwirt bei der Arbeit. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Gespräche um die Milliarden für die Agrarreform gehen weiter.
    • Das EU-Parlament will schnellstmöglich einen Kompromiss finden.
    • Ende Mai wurden die Gespräche unterbrochen, da sich die Parteien uneinig waren.

    Das Europäische Parlament trifft sich zu einer neuen Gesprächsrunde für die Agrarreform. In Bezug auf eine Einigung in der EU zeigen sich die Beteiligten optimistisch.

    Unter grossem Einigungsdruck treffen sich heute wieder Unterhändler vom Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten. Dies, um einen Kompromiss im Streit über die Agrarreform zu erringen.

    Konkret geht es um 270 Milliarden Euro für die Jahre 2023 bis 2027. Die Verhandlungen waren Ende Mai ergebnislos abgebrochen worden. Nun soll es zu einer Einigung kommen.

    Grosser Druck für die Gespräche

    Die Beteiligten stehen unter grossem Druck. Wenn eine Einigung noch unter der portugiesischen Ratspräsidentschaft gelingen soll, muss dies in dieser Verhandlungsrunde gelingen. Voraussichtlich wird aber noch der Freitag gebraucht - die Verhandelnden haben dafür bereits Zeit in ihren Terminkalendern eingeplant. Es wird damit gerechnet, dass es Freitagabend oder in der Nacht zu Samstag eine Einigung geben könnte.

    Sollte es keinen Kompromiss geben, müsste unter slowenischer Ratspräsidentschaft, die Anfang Juli beginnt, ein Ergebnis erzielt werden. Alle sechs Monate wechselt turnusgemäss der Vorsitz unter den EU-Ländern. Dann würde die Reform aber voraussichtlich noch später in Kraft treten. Die ursprünglich für Anfang 2021 vorgesehenen Änderungen mussten wegen der zähen Verhandlungen bereits auf 2023 verschoben werden.

    Landwirtschaft soll umweltfreundlicher werden

    Feststeht, dass die Landwirtschaft umweltfreundlicher werden soll. Wie konkret das Geld dafür verteilt wird und welche Vorgaben es geben soll, darüber streiten die verschiedenen Interessensgruppen erbittert. Jüngst wurde kritisiert, dass in den vergangenen Jahren selbst explizit für den Klimaschutz bestimmte Gelder ihre Wirkung verfehlt hätten. Die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft seien seit 2010 nicht zurückgegangen.

    Dabei steht auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner immer wieder in der Kritik. Umweltorganisationen werfen ihr halbherzige Bekenntnisse zum Klimaschutz mit wenig konkreten Zielen vor. Den von ihr unter deutscher Präsidentschaft angekündigten «Systemwechsel» in der EU-Agrarpolitik werde es nicht geben, kritisiert etwa der Naturschutzbund Deutschland.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    München
    Computermodell
    25 Interaktionen
    Im Wallis
    kartoffel
    3 Interaktionen
    5000 Tonnen mehr

    MEHR IN NEWS

    St. Gallen
    St. Gallen
    Schaan FL
    nike
    Konkurrenz
    Disentis/Mustér GR

    MEHR PARLAMENT

    Start-up-Unternehmen
    Sessionsende
    6 Interaktionen
    Bern
    3 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS BELGIEN

    Ursula von der Leyen
    20 Interaktionen
    Brüssel
    ukraine von der Leyen
    30 Interaktionen
    Haushaltsloch
    3 Interaktionen
    Vernetzung?
    9 Interaktionen
    Utrecht/ Brüssel