EU

    EU setzt Iran-Sanktionen wieder in Kraft

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Die EU reaktiviert Strafmassnahmen gegen den Iran nach gescheiterten Rettungsversuchen für das Atomabkommen.

    Sanktionen Iran
    Mit der Wiedereinführung der Sanktionen reagiert die EU auf das Ablaufen der ausgelösten Frist, um das internationale Atomabkommen mit dem Iran noch zu retten. (Symbolbild) - keystone

    Die Europäische Union setzt nach den gescheiterten Rettungsversuchen für das Atomabkommen mit dem Iran ausgesetzte Sanktionen wieder in Kraft.

    Darunter sind Strafmassnahmen, die den Zugang iranischer Frachtflugzeuge zu EU-Flughäfen verhindern, sowie das Verbot der Wartung und Instandsetzung iranischer Frachtflugzeuge oder Schiffe, die bestimmte Materialien oder Waren transportieren, wie der Rat der Mitgliedstaaten nach einem entsprechenden Beschluss mitteilte.

    Zudem werden etwa die Einfuhr, der Erwerb und der Transport von Rohöl, Ölprodukten und Erdgas verboten sowie der Handel mit bestimmten Software-Produkten, Energietechnik, Schiffsausrüstungen, Edelmetallen und Diamanten untersagt.

    Gegen Personen, die mit dem iranischen Atomprogramm in Verbindung stehen, wieder Einreiseverbote und Vermögenssperren eingeführt. Ähnliches gilt für Unternehmen und Organisationen.

    Das gescheiterte Nuklearabkommen

    Mit der Wiedereinführung der Sanktionen reagiert die EU auf das Ablaufen der von Deutschland, Grossbritannien und Frankreich ausgelösten Frist, um das internationale Atomabkommen mit dem Iran noch zu retten.

    Infolgedessen waren am Wochenende UN-Sanktionsregeln wieder in Kraft getreten, die auch für die EU verbindlich sind. Das Nuklearabkommen aus dem Jahr 2015 hatte eigentlich Beschränkungen des iranischen Atomprogramms vorgesehen, um den Bau einer Atombombe auszuschliessen.

    Im Gegenzug wurden Sanktionserleichterungen ausverhandelt. Weil sich der Iran nicht an seine Verpflichtungen gehalten hat, wieder international Strafmassnahmen in Kraft gesetzt.

    Sie ergänzen die Sanktionen, die die EU wegen Verstössen gegen die Menschenrechte sowie militärische Unterstützung des Angriffskriegs Russlands gegen Ukraine verhängt hat oder im Zuge der Atomsanktionserleichterungen nicht aufgehoben hatte. Zu ihnen gehört etwa auch ein Waffenembargo.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6021 (nicht angemeldet)

    EU hat schon immer Fehler Anreize und nicht mal gut verstanden. Das ist schnell ein Problem mitbekommen haben.

    User #4924 (nicht angemeldet)

    Und mit welchen Sanktionen muss die USA rechnen, da sie eigenmächtig aus dem Atomabkommen ausgestiegen sind in Trumps erster Amtszeit? Wären die USA nicht ausgestiegen, wäre das Problem vielleicht erst gar nicht entstanden. Das lohnt der Trump jetzt unter Anderem mit 100% Zöllen auf Pharmazeutische Produkte.

    Weiterlesen

    Atomwaffen Iran
    6 Interaktionen
    Gesetz

    MEHR IN NEWS

    Wermatswil ZH
    Wermatswil ZH
    Wermatswil ZH
    afd
    4 Interaktionen
    Sitz weg
    Trotz seiner Blindheit ist Thomas Diethelm fast jedes Wochenende unterwegs. - Olivier Diethelm
    Trotz Blindheit

    MEHR EU

    krieg ukraine
    138 Interaktionen
    Brüssel
    13 Interaktionen
    Wegen EU-Entscheid
    selenskyj
    47 Interaktionen
    Streit um Waffenruhe
    Freiburg
    1 Interaktionen
    Freiburg

    MEHR AUS BELGIEN

    selenskyj
    64 Interaktionen
    Brüssel
    eu und schweiz
    16 Interaktionen
    Brüssel
    Eine Luftaufnahme von Riad.
    4 Interaktionen
    Nahost
    selensky
    34 Interaktionen
    Brüssel