EU

EU-Kommission will Flughäfen mit 5G vor Drohnen schützen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Frankreich,

Um Flughäfen vor Drohnen zu schützen, will die EU nun auf digitale Zäune und 5G zur Luftraumüberwachung setzen.

Drohnen Flughafen
Die EU will ihre Flughäfen künftig mit 5G und digitalen Zäunen gegen Drohnen schützen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU will ihre Flughäfen besser vor Drohnen schützen.
  • Deshalb will sie in Zukunft auf Luftraumüberwachung mit 5G und digitalen Zäunen setzen.
  • Mutmasslich russische Drohnen haben europäische Flughäfen immer wieder lahmgelegt.

Digitale Zäune und Luftraumüberwachung per 5G: Die EU-Kommission will Flughäfen und andere kritische Infrastruktur in Europa künftig besser vor Zwischenfällen mit Drohnen schützen.

Um den Luftraum zu überwachen, sollen dem Willen der Brüsseler Behörde nach auch 5G-Mobilfunknetze genutzt werden. Das geht aus einem in Strassburg vorgestellten Aktionsplan hervor.

Die Mobilfunknetze ermöglichen laut EU-Kommission eine präzise Echtzeitverfolgung von Flugobjekten und müssten daher angesichts der Bedrohungslage mitgenutzt werden. Manche Drohnen nutzen demnach SIM-Karten, wodurch sie entdeckt werden könnten.

Fühlst du dich in europäischen Flughäfen sicher?

Denkbar ist laut Vorschlag aber auch, 5G-Antennen als eine Art Radar zu nutzen. Also von den Drohnen reflektierende Signale zu empfangen und auszuwerten.

Zusammen mit Künstlicher Intelligenz sollen die 5G-Netze so auffällige Flugrouten ausmachen und Behörden alarmieren.

Der Aktionsplan soll die militärischen Programme und Pläne in Europa ergänzen und fokussiert sich daher auf zivile Massnahmen.

Technische Schranken und weitere Massnahmen

Im laufenden Jahr will die Brüsseler Behörde zudem ein Drohnensicherheitspaket vorstellen. Geplant ist laut hochrangigen EU-Beamten darin auch, dass Drohnen digitale Schranken einprogrammiert haben.

Dafür sollen alle Mitgliedstaaten ihre Luftraumsperrzonen – etwa über Kraftwerken, Militäranlagen oder Flughäfen – einheitlich und digital kartieren.

Diese Karten sollen in den Drohnen gespeichert sein und es ihnen technisch unmöglich machen, in einen gesperrten Luftraum zu fliegen.

Um jede Drohne einem Besitzer zuordnen zu können, soll eine Registrierungspflicht für Drohnen ab 100 Gramm eingeführt werden.

2025 Viele Probleme an Flughäfen durch Drohnen

In Europa kam es im vergangenen Jahr zu zahlreichen Sichtungen von Drohnen an Flughäfen.

Oftmals musste deshalb der gesamte Flugverkehr eingestellt werden. So etwa in Berlin, Bremen, Hannover, Brüssel, Oslo, Kopenhagen oder auf Mallorca. Russland steht im Verdacht, hinter den Aktionen zu stecken.

Bereiten dir die vermehrten Drohnensichtungen über Europa Sorgen?

Nach Angaben aus Deutschland haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stark zugenommen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2179 (nicht angemeldet)

Als die informierten 5G-Gegner bis zum 2020, als die Netze während den Shutdowns landesweit fertiggestellt wurden, vor der tiefendurchdringenden bildgenerierten Überwachung warnten, hiess es, dies sei gar nicht möglich. Jetzt ist es plötzlich doch möglich. Nun, irgendwer hat wie gedruckt gelogen und ⅔ des Volkes liess sich halt auch in dem Thema über den Tisch ziehen und bereitwillig hintergehen. Nur gab's dieses Mal halt keine Gratiswurst.

User #6552 (nicht angemeldet)

5G war schon immer eine militärische Idee, jeden auf den Meter genau zu überwachen.

Weiterlesen

Bremen
9 Interaktionen
Diesmal Bremen
berlin flughafen drohne
19 Interaktionen
Flüge umgeleitet
brussels flughafen
16 Interaktionen
Keine Flüge mehr

MEHR IN NEWS

2 Interaktionen
Chicago
FCZ
7 Interaktionen
3:0 gegen Winti
pam bondi
Opfer-Namen in Files
Turin/Rom

MEHR EU

Karol Nawrocki
1 Interaktionen
Warschau
Bundeshaus
13 Interaktionen
EU-Vertragspaket
7 Interaktionen
Bern
Ursula von der Leyen
10 Interaktionen
EU-Kapitalmärkte

MEHR AUS FRANKREICH

Angelina Jolie
5 Interaktionen
Mode und Offenheit
Babymilch
3 Interaktionen
Paris
9 Interaktionen
Paris
4 Interaktionen
Epstein-Affäre