Verunreinigte Babymilch: Frankreich ermittelt nach Todesfällen
Der Fall von mit Giftstoffen kontaminierter Babymilch zieht immer weitere Kreise. In Frankreich gibt es jetzt einen dritten Todesfall eines Babys.

Das teilte das französische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit und betonte dabei, dass zum jetzigen Zeitpunkt kein kausaler Zusammenhang hergestellt werden könne. «Bis zum 11.02.2026 wurden den französischen Gesundheitsbehörden drei Todesfälle von Säuglingen gemeldet, bei denen der Konsum von Säuglingsmilch, die von den Rückrufaktionen betroffen ist, gemeldet wurde», so das Ministerium auf seiner Website.
Bis heute sei aber wissenschaftlich kein Kausalzusammenhang festgestellt worden, erinnert das Amt. Dazu liefen derzeit strafrechtliche Ermittlungen. Darüber hinaus seien nun 14 Krankenhausaufenthalte von Säuglingen registriert worden, die mit Sicherheit oder möglicherweise die betroffene Milch konsumiert hatten. Bislang lag die Zahl bei 11, wobei auch hier noch kein Zusammenhang nachgewiesen worden sei.
Mehrere Hersteller von Säuglingsnahrung – neben Nestlé auch Danone, Lactalis oder Hochdorf – haben wegen des Risikos einer Cereulid-Kontamination in den letzten Wochen in mehr als 60 Ländern Rückrufe von Säuglingsmilch durchgeführt, darunter auch in der Schweiz.
Hintergrund ist gemäss der Industrie ein in Milchpulver als Zutat verwendetes und verschmutztes Öl eines Zulieferers aus China. Cereulid kann innert kurzer Zeit Durchfall und Erbrechen auslösen.










