In Spanien wollen die Flugbegleiter von Easyjet Switzerland an mehreren Tagen streiken. Sie fordern bessere Löhne.
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Easyjet-Maschinen - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Das spanische Easyjet-Kabinenpersonal will im Juli mehrmals streiken.
  • An insgesamt neun Tagen legen die Flugbegleiter ihre Arbeit nieder.
  • Der Streik droht das Flug-Chaos in den Sommerferien noch zu verschlimmern.

Mitten im Ferientrubel im Juli will das Kabinenpersonal von Easyjet Switzerland in Spanien an neun Tagen für mehr Geld streiken. Dies teilte die zuständige spanische Gewerkschaft USO am Dienstag mit.

Die Arbeitsniederlegungen seien für die Tage zwischen dem 1. und dem 3. Juli, zwischen dem 15. und dem 17. Juli sowie zwischen dem 29. und dem 31. Juli angesetzt worden.

Die britische Fluggesellschaft habe in Barcelona, Palma de Mallorca und Málaga 450 Flugbegleiter stationiert, hiess es.

Flugbegleiter wollen von Easyjet Switzerland mehr Lohn

Die Flugbegleiter fordern den Angaben zufolge vor allem eine deutliche Gehaltsanhebung um mindestens 40 Prozent. Das Grundgehalt liege derzeit bei 950 Euro im Monat, sagte der Vertreter der Airline-Mitarbeiter bei USO, Miguel Galán. Das seien 850 Euro weniger als etwa in Deutschland oder Frankreich. Die Flugbegleiter von Easyjet Switzerland seien zu allem Übel in Spanien in sehr teuren Städten stationiert.

«Mit dem Grundgehalt können wir kaum die Miete oder die Hypothek bezahlen», betonte Galán. Bei längeren Arbeitszeiten käme man zwar über die Runden. «Aber auf Kosten von weniger Ruhezeiten und längeren Flugzeiten.»

Die Tarifverhandlungen seien völlig festgefahren. Das Unternehmen zeige kein Interesse daran, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Spanien zu verbessern. Neben mehr Geld fordere man auch eine Begrenzung der Flugzeiten, wie es sie in anderen Ländern gebe. Zudem auch eine häufigere Erneuerung der Arbeitskleidung.

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