Holcim 2025 mit Gewinneinbruch durch Verkauf des Nigeria-Geschäfts
Holcim verzeichnet 2025 einen starken Gewinneinbruch wegen des Nigeria-Geschäftsverkaufs. Der Reingewinn sinkt auf 387 Millionen von 1,46 Milliarden Franken.

Holcim hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Jahresbericht veröffentlicht, berichtet «vermoegenszentrum.ch». Der Konzerngewinn fiel deutlich ab, da der Verkauf des Nigeria-Geschäfts stark auf dem Ergebnis lastete.
Der Abschreiber von 1,38 Milliarden Franken resultierte aus der Abschwächung der nigerianischen Währung. Der Konzern bezeichnet diesen Effekt als buchhalterisch und beeinflusste stark das Ergebnis des Geschäftsjahres.
Im fortgeführten Geschäft stieg der Konzerngewinn von Holcim um 3,9 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken. Laut «trend.at» verbesserte sich der operative Bereich deutlich, ohne Sondereffekte aus dem Nigeria-Verkauf.
Holcim steigert wiederkehrenden Betriebsgewinn
Der wiederkehrende Betriebsgewinn (EBIT) von Holcim wuchs 2025 um 1,4 Prozent auf 2,88 Milliarden Franken, berichtet «trend.at». Organisch legten die Zahlen sogar um 12,2 Prozent zu, was die operative Stärke des Konzerns zeigt.

Ein starker Franken kostete Holcim 203 Millionen Franken Betriebsgewinn. Gleichzeitig stieg die wiederkehrende EBIT-Marge auf 18,3 Prozent, was von «trend.at» als operativer Erfolg hervorgehoben wird.
Der Umsatz sank 2025 um 2,9 Prozent auf 15,72 Milliarden Franken. Organisch wäre der Umsatz gestiegen, doch der starke Franken minderte ihn um 810 Millionen Franken.
Abschreiber beeinflusst nicht das operative Geschäft
Der Konzern plant eine Dividende von 1,70 Franken je Aktie für 2025, schreibt «SRF». Im Vorjahr betrug sie 3,10 Franken, wobei das Nordamerika-Geschäft nun nicht mehr in den Zahlen enthalten ist.
Finanzchef Steffen Kindler relativiert den Abschreiber von Holcim, wie «vermoegenszentrum.ch» angibt. Er betont, dass dieser buchhalterische Effekt nichts über das operative Geschäft aussagt.

Der Holcim-Konzern erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und einen steigenden wiederkehrenden EBIT, berichtet «SRF». Gleichzeitig soll die entsprechende Marge weiter zunehmen, und das Geschäft mit recycelten Bau- und Abbruchmaterialien um über 20 Prozent wachsen.
Ausstieg aus Jordanien und Irak
Holcim verkaufte 83,81 Prozent seines Nigeria-Geschäfts an Huaxin Cement Ltd aus China für 1 Milliarde US-Dollar, meldet «constructionbriefing.com». Die Transaktion schloss 2025 ab und unterlag behördlichen Genehmigungen, der Deal wurde bereits im Dezember 2024 angekündigt.
Der Konzern verliess 2025 auch die Märkte in Jordanien und Irak, berichtet «vermoegenszentrum.ch». Der Nigeria-Ausstieg drückte durch Währungsschwankungen die Bilanz, beeinflusste jedoch nicht die Cashflows.
Der Holcim-Konzern aus Zug beschäftigt rund 63.000 Mitarbeitende, berichtet «constructionbriefing.com». 2023 erzielte er 27 Milliarden Franken Umsatz, wobei das Nigeria-Geschäft nur einen kleinen Teil ausmachte.











