Österreich kämpft betreffend Coronavirus immer noch mit hohen Zahlen, trotz Einführung der 2G-Regel. Nun sollen neue Massnahmen verhandelt werden.
Coronavirus
In Österreich könnten die Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus weiter verschärft werden. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (r.) verhandelt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Österreich kämpft noch immer mit hohen Corona-Zahlen.
  • Vor zehn Tagen trat die 2G-Regel in Kraft, am Montag der Lockdown für Ungeimpfte.
  • Nun verhandelt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein über weitere Massnahmen.

Vor zehn Tagen trat in Österreich die 2G-Regel in Kraft. Nun soll die Bilanz gezogen und über weitere Massnahmen verhandelt werden.

Für diese Verhandlungen haben 30 Wissenschaftler ein Massnahmenpaket bereitgelegt, wie österreichische Medien berichten. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein bringt zudem ein eigenes Massnahmenpaket mit.

Coronavirus: Maskenpflicht wird wahrscheinlich ausgeweitet

Dabei ist klar: Verschärfungen wird es geben. In Österreich sind die Zahlen derzeit sehr hoch. Am Montag registrierte das Land 11'889 neue Infektionen mit dem Coronavirus.

Dabei stehen verschiedene Massnahmen zur Verfügung. Am wahrscheinlichsten ist laut Medien, dass in den Innenräumen die FFP2-Pflicht ausgeweitet wird. Auch könnten für Veranstaltungen Beschränkungen eingeführt werden, zudem könnte das Homeoffice forciert werden.

alexander schallenber
Alexander Schallenberg (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, kommt zu einer Pressekonferenz nach einer Krisensitzung mit den Ministerpräsidenten. - dpa

Ein Streitpunkt hingegen sind die nächtlichen Ausgehbeschränkungen: Gesundheitsminister Mückstein sprach sich dafür aus, Bundeskanzler Alexander Schallenberg lehnte sie jedoch ab. Wie nun entschieden wird, gilt also abzuwarten.

Auch ein erneuter Lockdown wird ins Feld geführt. Doch man ist sich dabei nicht einig. Für manche Experten ist ein Lockdown jedoch die einzige sinnvolle Massnahme.

Zum Beispiel für den Molekularbiologen Ulrich Elling. Auch wenn dies nicht ohne «Schäden» ablaufen werde, wie er sagt: «Der Zug ist auf Schiene, in voller Fahrt. Was ihn jetzt noch stoppen kann, ist eine Vollbremsung. Es wird nicht ohne Kollateralschäden gehen.»

Mehr zum Thema:

Coronavirus