Coronavirus: Dieser Polizist weist die Querdenker in die Schranken

    Philip Schären
    Philip Schären

    Deutschland,

    Ein deutscher Polizist erklärt «Querdenkern» die Notwendigkeit der Massnahmen gegen das Coronavirus. Und unterstreicht seine Aussagen mit Handlungen von Jesus.

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    Ein Polizist weist die «Querdenker» in Worms auf die Corona-Schutzmassnahmen hin. - Twitter/@Nightmare_Keks

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am letzten Wochenende versammelten sich «Querdenker» auf dem Lutherplatz in Worms (D).
    • Einige der anwesenden Menschen hielten sich offenbar nicht an die Corona-Massnahmen.
    • Für den lokalen Polizeichef ein No-Go. Er hielt eine Ansprache, die im Netz gefeiert wird.

    Es sieht aus, als hielte ein Mann in den Strassen von Worms eine Predigt: Die Rede ist von einer Unterhaltung, die in Deutschland seit Tagen viral geht. Ein Twitter-User hat das Gespräch festgehalten und das Video ins Netz gestellt.

    Darin zu sehen ist ein Polizist, der Protestierende auf die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hinweist. Allerdings hat Thomas Lebkücher, Chef der lokalen Polizeiinspektion, dafür nicht den üblichen Weg gewählt. Er spricht über Nächstenliebe, die Bibel und Jesus.

    Was würde Jesus zum Coronavirus sagen?

    Mehrere Personen versammelten sich letzte Woche auf dem Lutherplatz in der Stadt. Eine Veranstaltung wurde zwar ursprünglich verboten. Die «Querdenker» versammelten sich dennoch, um einen «Luther-Gottesdienst» abzuhalten.

    Dabei verstiessen immer wieder Personen gegen die Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus. Polizeichef Lebkücher erklärt den anwesenden Personen die Notwendigkeit dieser Massnahmen und sagt mit klarer Stimme: «Jetzt darf ich sie bitten, sich als gläubiger Christenmensch an die Regeln und Gebote zu halten und diese auch umzusetzen.»

    Coronavirus
    Eine Frau will dem Vortrag über das Coronavirus des Polizeichefs nicht mehr zuhören. Sie wendet sich von ihm ab. - Screenshot Twitter/@Nightmare_Keks

    Ein Mann ohne Maske fragt darauf rhetorisch: «Was würde Jesus heute sagen, ziehen sie die Maske an, gehen sie sich impfen? Oder würde er sagen, beten sie und glauben sie an Gott?» Für ihn ist der Fall klar: Letzteres, «das würde Jesus sagen».

    Lebkücher ist aber nicht einverstanden, er entgegnet: «Er würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet.» Und verweist auf eine Geschichte aus dem Lukasevangelium. In dieser wird Jesus verhaftet, der Jünger Petrus schlägt daraufhin einem Soldaten das Ohr ab.

    3000 Likes, 17'000 Retweets

    «Jesus hat es ihm wieder angelegt. Weil er davon geprägt war, den Nächsten mehr zu lieben als sich selbst. Das ist das fundamentale Gebot und wenn wir uns alle daran halten, haben wir kein Problem. Danke schön, schönen Tag noch!»

    Die Predigt des Polizei-Chefs wurde bei Twitter über 3000-mal retweetet und erhielt fast 17'000 Likes. Darunter waren auch prominente Menschen wie Satiriker Jan Böhmermann.

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