Krebs

    Biontech will noch vor 2030 Impfstoff gegen Krebs herstellen

    Nick Mäder
    Nick Mäder

    Deutschland,

    Biontech entwickelte bereits gegen Corona einen erfolgreichen Impfstoff. Nun will das Unternehmen diesen auf Krebspatienten anpassen – und dies noch vor 2030.

    Coronavirus Impfung
    Nach ihrem Impfstoff gegen das Coronavirus will Biontech eine Impfung gegen Krebs auf den Markt bringen. - sda - Keystone/dpa/Oliver Berg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das deutsche Unternehmen Biontech entwickelte einen erfolgreichen Corona-Impfstoff.
    • Dieser basiert auf der mRNA-Technologie.
    • Geht es nach den Herstellern, soll der Impfstoff nun für Krebspatienten angepasst werden.

    Wird es künftig einen Impfstoff gegen Krebszellen geben? Geht es nach dem deutschen Biotechnologie-Unternehmen Biontech, könnten Impfstoffe gegen Krebs noch vor Ende dieses Jahrzehnts verfügbar sein. Dies wäre eine Revolution in der Medizin.

    Vor kurzem hätte der Konzern Durchbrüche erzielt, die sie für die Kreation eines Krebsimpfstoffes in den kommenden Jahren optimistisch stimmten. Das sagen die beiden Gründer der Firma, Ugur Sahin und Ozlem Tureci, in einem Interview mit der BBC.

    Biontech
    Biontech: Der Wirkstoff der nächsten Generation soll vor einer schweren Covid-19-Erkrankung schützen. (Symbolbild) - Keystone

    Bereits nach Ausbruch des Coronavirus gehörte Biontech zu den führenden Unternehmen bei der Einwicklung eines Impfstoffes. In Partnerschaft mit Pfizer stellten sie schliesslich einen Impfstoff mit der sogenannten mRNA-Technologie her.

    Impfstoff gegen Coronavirus soll umfunktioniert werden

    Diese funktioniert, indem sie den Zellen Anweisungen für die Produktion eines Antigens oder Proteins übermittelt. Die Technologie soll nun so umfunktioniert werden, dass sich das Immunsystem darauf vorbereitet, Krebszellen anstelle von Coronaviren anzugreifen.

    Coronavirus Krebs
    Die beiden Wissenschaftler Ugur Sahin und Ozlem Tureci wollen einen Impfstoff gegen Krebs herstellen. - Keystone

    «Die mRNA ist ein Bauplan für das ‹Fahndungsplakat› des Feindes. In diesem Fall wären es Krebsantigene, die Krebszellen von normalen Zellen unterscheiden», erklärt Tureci.

    Sie gehe davon aus, dass der Impfstoff noch vor 2030 fertiggestellt wird, sagt sie. Trotzdem sei Vorsicht geboten: «Als Wissenschaftler zögern wir immer, zu sagen, dass wir ein Heilmittel für Krebs haben werden. Aber wir werden weiter hart daran arbeiten.»

    Glauben Sie, dass man sich künftig gegen Krebs impfen lassen kann?

    Die Ärzte hoffen, dass mit der neuen Behandlungsart verschiedene Krebsarten und Tumore bekämpft werden können. Ob das tatsächlich gelingen wird, bleibt vorerst noch abzuwarten.

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