Berner Wanderwege mahnen zur Vorsicht in Wäldern
Der heisse Sommer und der trockene Herbst 2026 haben die Wälder stark beeinträchtigt. Die Berner Wanderwege mahnen deshalb zur Vorsicht beim Betreten von Waldwegen, da Äste abbrechen oder Bäume umstürzen können.

Geschädigte Bäume seien im Spätherbst und Winter optisch kaum von gesunden zu unterscheiden, schreiben die Berner Wanderwege in einer Mitteilung vom Dienstag. Äste könnten ohne Vorwarnung abbrechen oder Bäume umstürzen, auch auf signalisierten Wanderwegen.
«Für viele von uns ist der Wald ein Ort der Erholung, wo wir Kraft tanken und abschalten können. Die Folgen von Hitze und Trockenheit machen aber auch vor ihm nicht halt. Wer im Wald unterwegs ist, sollte diese Entwicklung im Hinterkopf behalten und ein Auge auf mögliche Gefahren haben», wird Casimir von Arx, Präsident der Berner Wanderwege, in der Mitteilung zitiert.
Der Verein Berner Wanderwege empfiehlt Wandernden, sorgfältig zu planen, Wetterprognosen zu prüfen und bei Unsicherheiten alternative Routen bei den zuständigen Stellen zu erfragen. Rastplätze sollten sorgfältig ausgewählt werden. Bei starkem Wind, Sturm, Gewitter und intensiven Niederschlägen sei der Wald zu meiden.
Regionale Unterschiede
Gemäss dem Verein Berner Wanderwege bestehen deutliche regionale Unterschiede. Wälder am Jurasüdfuss seien stark geschädigt worden, während die Lage im Berner Oberland generell besser sei. Besonders betroffen seien Wälder, die lange Hitze und wenig Niederschlag erlebten sowie auf wasserarmen Böden wuchsen.
Gemeinden, Forstreviere und Landeigentümer analysierten die Situation fortlaufend und entschieden über das weitere Vorgehen. Dies könne zu Umleitungen oder temporären Sperrungen von Wanderwegen führen, denen zwingend Folge zu leisten sei, da Laien die Gefahr von herabfallenden Ästen, Baumkronen oder ganzen Bäumen kaum einschätzen könnten.






