Auch nach dem Ende des Lockdowns wegen Corona rechnet Österreichs Handel mit grossen Einbussen. Der Verbandschef appelliert an die Skeptiker.
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Die Läden in Österreich sind wieder offen, der Ansturm blieb aus. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Österreichs Handel rechnet mit 440 Mio. Euro weniger Umsatz als in Vor-Corona-Wochen.
  • Am Samstag und Sonntag werden je über eine Million Kunden erwartet.
  • Der Handelsverbandschef bittet die Skeptiker, am Wochenende nicht zu demonstrieren.

Seit gestern Montag dürfen Geschäfte in Österreich wieder Kunden empfangen. Ausser in Oberösterreich endet der Lockdown für alle Läden im Land. Dem Handelsverband ist trotzdem nicht zum Jubeln zu Mute. Er rechnet mit hohen Umsatzeinbussen.

Die Einkaufscenter und -strassen waren am Montag zwar gut gefüllt, der erhoffte Ansturm blieb aber aus. Der Handelsverband erwartet, dass der Umsatz rund 440 Millionen Euro tiefer sein wird als in einer normalen Woche vor Corona. Dies berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA.

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In Österreich waren die Einkaufscenter nach dem Lockdown wegen Corona gut gefüllt. Die Händler haben sich aber mehr erhofft. - Keystone

Es liege einerseits an den starken Einschränkungen: So dürfen nur gegen Corona Geimpfte und Genesene einkaufen gehen, und es gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Kunden, die gegen die Regeln verstossen und erwischt werden, können mit bis zu 500 Euro gebüsst werden. Ausserdem ist die Gastronomie nach wie vor geschlossen.

Andererseits hätten viele mögliche Kunden bereits online ihre Weihnachtsgeschenke gekauft.

Die Händler hoffen nun auf ein gutes Wochenende. Laut einer Studie werden in ganz Österreich am Samstag 1,3 Millionen Kunden erwartet. Am Sonntag, an dem die Läden ausnahmsweise offen haben dürfen, eine Million. Darüber berichtet die «Kronen-Zeitung».

Wo kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke?

Der Geschäftsführer des Handelsverbands fordert die Corona-Demonstranten auf, am Wochenende nicht zu protestieren: «Es darf keinesfalls zu weiteren Behinderungen in den Innenstädten kommen», so Rainer Will. Diese wichtigen Tage müssten ohne Demonstrationen in den Einkaufsstrassen verlaufen. «Unsere Händler sind verzweifelt.»

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