Wie angekündigt endet in Österreich der Lockdown für Geimpfte und Genesene. Jedoch wird die Öffnung begleitet von mehreren Schutzmassnahmen.
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Eine Frau vor einem geschlossenen Kino in Wien. - APA/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Wochenende endet die Ausgangssperre in Österreich.
  • Dies jedoch nur für Geimpfte und Genesene – nicht für Ungeimpfte.
  • Die Öffnung wird begleitet von einem «Mindeststandard an Schutzmassnahmen».

Der Lockdown in Österreich endet in der Nacht zum kommenden Sonntag nur für die Geimpften und Genesenen. Das haben Bundesregierung und Länder am Mittwoch beschlossen. Ungeimpfte müssen weiterhin die Ausgangsbeschränkungen beachten.

Die Öffnung werde begleitet von einem «Mindeststandard an Schutzmassnahmen», um einem neuerlichen Anstieg der Corona-Infektionen vorzubeugen, sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP).

So gelte in Innenräumen eine FFP2-Maskenpflicht. Der Handel und die Friseure dürfen bundesweit am 13. Dezember wieder aufsperren. Die Gastronomie müsse eine Sperrstunde von 23.00 Uhr beachten. Die Nachtgastronomie und die Après-Ski-Lokale bleiben nach den Worten von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) geschlossen. Den Bundesländern stehe es frei, strengere Regeln zu treffen, hiess es.

Regionaler Flickenteppich von Massnahmen

Es kommt zu einem regionalen Flickenteppich von Massnahmen. So hat die Stadt Wien bereits angekündigt, dass Gastronomie und Hotellerie erst eine Woche später wieder Gäste empfangen dürfen. Die Bundesländer Tirol, Vorarlberg und das Burgenland wollen dagegen nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA grossflächig öffnen. Das Bundesland Oberösterreich will bis zum 17. Dezember komplett im Lockdown bleiben. Im Bundesland Salzburg sollen Hotels und Lokale am 17. Dezember öffnen.

Karl Nehammer
Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer. - APA/AFP

Der 20-tägige Lockdown seit 22. November war eine Konsequenz aus der massiven vierten Corona-Welle. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zu Beginn der Massnahme bei 1100 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche. Inzwischen ist sie auf etwa 530 gesunken. Handel, Gastronomie und Hotellerie hatten massiv auf eine Öffnung gedrängt. Sonst sei das so wichtige Weihnachtsgeschäft völlig verloren.

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