Die EU-Aussenminister und andere Vertreter der Union haben sich bei einem Treffen mit den südlichen Nachbarn der Union am Montag in Barcelona mit der Corona-Pandemie befasst. «Die Verwundbarkeit von uns Europäern ist offenkundig. Wir müssen solche globalen Bewährungsproben auch global bekämpfen», sagte der deutsche Europastaatsminister Michael Roth der Deutschen Presse-Agentur. Das setze voraus, dass Europa die Lage in den südlichen Nachbarregionen ins Blickfeld nehme. «Wir können nur dann unsere Bürgerinnen und Bürger schützen, wenn wir auch unsere Nachbarn schützen, wenn es dort genügend Impfstoffe und erfolgreiche Strategien im Kampf gegen die Pandemie gibt», betonte Roth.
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Eine FFP2-Maske schützt gegen das Coronavirus. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein weiteres Thema des Treffens von 27 EU-Ländern und 15 Mittelmeeranrainern sei die Entwicklung hin zu einer ökologischen Wirtschaft gewesen.

Wenn es Europa nicht gelinge, die Nachbarn einzubinden, dann werde es hier scheitern, warnte Roth. Bei den deutsch-spanischen Beziehungen rechnet Roth mit einem noch engeren Verhältnis als bisher, wenn in Madrid und Berlin in Zukunft Sozialdemokraten die Regierungschefs stellen.

Sehr positiv äusserte sich Roth über ein Treffen mit Schülern der Deutschen Schule in Barcelona. «Ich bin kein Lehrer, aber das Gespräch würde ich im Einserbereich sehen», sagte er. Es habe sehr kritische Fragen gegeben, die Diskussion sei über Umweltschutz, Menschenrechte und Flüchtlinge sei «hart in der Sache, aber auch sehr freundlich» gewesen.

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