Statistik zum Strassenverkehr 2025: Weniger Tote, mehr Verletzte
2025 sind auf Schweizer Strassen weniger Menschen ums Leben gekommen als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der Schwerverletzten hat hingegen zugenommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Bundesamt für Strassen hat die Statistik zum Strassenverkehr 2025 veröffentlicht.
- Im vergangenen Jahr sind weniger Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen.
- Die Zahl der Schwerverletzten ist hingegen gestiegen.
Im vergangenen Jahr sind auf Schweizer Strassen weniger Menschen ums Leben gekommen als noch 2024. Gleichzeitig nahm die Anzahl der Schwerverletzten aber zu, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) mitteilt.
Eine Einordnung der neusten Zahlen:
2025 starben laut dem Bundesamt für Strassen 214 Menschen im Schweizer Strassenverkehr. Das sind 36 Personen weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Schwerverletzten auf 3935 (+143).
Insgesamt wurden 4149 Menschen getötet oder schwer verletzt – ein Niveau, das sich seit Jahren kaum verändert.
59 Menschen kamen in Personenwagen ums Leben – so wenige wie seit Beginn der Statistik im Jahr 1992 noch nie.
Motorräder, Velos und E-Bikes besonders riskant
49 Todesopfer (+2) und über 1000 Schwerverletzte zeigen ein weiterhin hohes Risiko für Motorradfahrende.
2025 starben 44 Velofahrende (24 davon auf E-Bikes), 1257 wurden schwer verletzt – ein Anstieg von 91 Schwerverletzten gegenüber 2024.
Pro Velo Schweiz kritisierte am Donnerstag in einem Communiqué, dass die Verkehrssicherheit für Velofahrende unzureichend sei. Zudem fordert die Vereinigung wirksame Schutzmassnahmen wie einen Mindestüberholabstand, eine Sensibilisierung der Autofahrenden und bessere Velowege.
Weniger Opfer bei Fussgängern
39 Todesfälle (-9) und leicht weniger Schwerverletzte zeigen eine rückläufige Entwicklung bei Fussgängerinnen und Fussgängern.
Rund vier Prozent der Schwerverletzten waren lebensbedrohlich verletzt, die grosse Mehrheit erlitt erhebliche Verletzungen.
Unaufmerksamkeit als Hauptursache
Ablenkung und mangelnde Aufmerksamkeit zählen über alle Verkehrsmittel hinweg zu den häufigsten Unfallursachen.
Bei 15- und 17-Jährigen nahmen schwere Unfälle weiter zu – mit elf Todesopfern und 154 Schwerverletzten.
Massnahmen werden geprüft
Diskutiert werden deshalb Anpassungen in der Ausbildung, etwa beim Inhalt oder bei der Dauer der praktischen Grundschulung für Motorrad-Fahrschüler.
Auch eine Erhöhung des Mindestalters auf 18 steht zur Diskussion, wie das Astra schreibt. Der Bundesrat werde entsprechende Vorschläge voraussichtlich 2027 in die Vernehmlassung schicken.
Schwerverletzte bleiben auf hohem Niveau
Seit Jahren bleibt die Zahl der Schwerverletzten stabil auf hohem Niveau – ein zentrales Problem der Verkehrssicherheit. Es seien weiterhin «grosse Anstrengungen erforderlich, um die Strassenverkehrssicherheit zu verbessern», schreibt das Astra.
Der Bundesrat verfügte hierzu bereits eine Modernisierung der Ausbildung für angehende Lenkerinnen und Lenker ab 2027. Im Verkehrskundekurs wird ab dann auch der Umgang mit Fahrassistenz- und Automatisierungssystemen behandelt.
Der Besuch dieses Kurses wird zur Voraussetzung für die Anmeldung zur Theorieprüfung.
In der Statistik erfasst werden laut dem Astra alle polizeilich gemeldeten Unfälle auf öffentlichen Strassen. Als getötet gelten Personen, die auf der Unfallstelle oder innerhalb von 30 Tagen an den Unfallfolgen sterben.













