Dutzende Spital-Mitarbeiter in Malaga haben sich an einer Weihnachtsparty mit Corona angesteckt. Notfallmediziner mussten auf der Intensivstation aushelfen.
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Wegen positiver Tests beim Personal mussten Notfall-Ärzte und -Pfleger auf der Intensivstation aushelfen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 68 Mitarbeiter einer Intensivstation in Malaga haben sich mit Corona infiziert.
  • Sie nahmen – getestet oder dreifach geimpft – an einer betrieblichen Weihnachtsfeier teil.
  • Die andalusische Regionalregierung rät nun von solchen Events für Spitalpersonal ab.

Corona-Ausbruch unter andalusischen Intensivmedizinern! 68 Ärzte und Pfleger einer Intensivstation eines Spitals in Malaga haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Dies teilte die Regionalregierung Andalusiens mit.

Als möglicher Ort der Ansteckung gilt eine betriebliche Weihnachtsfeier anfangs Dezember mit 173 Gästen. Alle Anwesenden –auch die 68 nun infizierten Intensivmediziner – waren vor dem Event dreifach geimpft oder getestet worden. Sie befinden sich nun für zehn Tage in Isolation und dürfen erst nach einem negativen Test wieder zur Arbeit zurückkehren. Sie zeigen keine oder nur milde Symptome.

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In Spanien, vor allem in Andalusien, steigt die Zahl der Infektion mit dem Coronavirus. - Keystone

Die Abwesenheit von 68 Angestellten stellte die Improvisations-Fähigkeiten des Universitätsspitals Malaga auf die Probe. Personal von anderen Bereichen muss kurzfristig auf der Intensivstation aushelfen. Am Wochenende mussten wegen vieler Intensivpatienten, die mit dem Coronavirus eingeliefert wurden, Ärzte und Pfleger von der Notfallstation abgezogen werden.

In Andalusien steigen die Corona-Fallzahlen aktuell an. Die 7-Tage-Inizidenz beträgt 135,8 Ansteckungen pro 100'000 Einwohner. Insgesamt liegen 328 Personen wegen des Coronavirus im Spital, 70 davon auf einer Intensivstation. Die Regionalregierung rät dem Gesundheitspersonal deswegen von Weihnachtsfeiern ab.

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