EU

    Brief von 16 EU-Staaten gegen Diskriminierung der LGBTI-Gemeinschaft

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Vor dem EU-Gipfel haben 16 Staats- und Regierungschefs besorgt über die Bedrohung von Grundrechten und die Diskriminierung sexueller Minderheiten geäussert.

    Satine Mathews LGBTI
    Die Venezolanerin Satine Mathews, Miss Illimani Transform Beauty 2020-2021, nimmt an der Hissung der Regenbogenflagge auf dem Paseo de El Prado in La Paz, Bolivien, am 22. Juni 2021 teil. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In einem Brief bekräftigen EU-Staaten den Kampf für Grundrechte in der LGBTI-Gemeinschaft.
    • Künftige Generationen Europas sollen mit Gleichberechtigung und Respekt aufwachsen.
    • Beim EU-Gipfel am Donnerstag wird das neue Gesetz in Ungarn ein Streitthema sein.

    «Wir müssen weiterhin gegen die Diskriminierung der LGBTI-Gemeinschaft kämpfen. Wir müssen erneut bekräftigen, dass wir ihre Grundrechte verteidigen.» Dies schrieben sie in einem gemeinsamen Brief an die Spitzen der Europäischen Union.

    gleichgeschlechtliche ehe
    Eine Frau posiert mit einer LGBTIQ-Fahne. (Symbolbild) - keystone

    Die englische Abkürzung LGBTI steht kurz für «Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans, Inter». «Respekt und Toleranz sind das Herzstück des europäischen Projekts», heisst es in dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben.

    Anstrengungen werden fortgeführt

    «Wir sind entschlossen, diese Anstrengungen fortzuführen. Und dafür zu sorgen, dass die künftigen Generationen Europas in einem von Gleichberechtigung und Respekt geprägten Umfeld aufwachsen.»

    LGBT
    Mit einer Mehrheit hat das Europaparlament für eine «LGBTIQ-Freiheitszone» in der ganzen EU gestimmt. - Keystone

    Der Brief erwähnt als Anlass den International Lesbian Gay Bisexual and Transgender Pride Day am 28. Juni. Die mögliche Diskriminierung sexueller Minderheiten ist jedoch auch Streitthema beim EU-Gipfel, der am Donnerstagnachmittag in Brüssel beginnt.

    Neues Gesetz in Ungarn

    Dabei geht es um ein neues Gesetz in Ungarn. Dieses beschränkt den Zugang zu Informationen über Homo- und Transsexualität für Kinder. 17 EU-Staaten hatten gegen das Gesetz protestiert.

    Ungarns Parlament
    Ungarns Parlament hat das Homosexuellen-feindliche Gesetz angenommen. (Archivbild) - Keystone

    Diese Staaten bis auf Österreich trugen nun auch den Brief der Staats- und Regierungschefs mit. Darunter sind Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien und Luxemburg. Von den östlichen EU-Staaten machten nur Estland und Lettland mit. Länder wie Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Bulgarien oder Rumänien fehlen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Euro 2020
    83 Interaktionen
    Beim Spiel in Ungarn
    LGBT
    Gegen Diskriminierung
    Betreutes Wohnen
    1 Interaktionen
    Betreutes Wohnen

    MEHR IN NEWS

    New York/London
    Halloween
    35 Interaktionen
    «Abfackeln» hilft nicht
    1 Interaktionen
    Neuenegg BE

    MEHR EU

    Mark Carney
    44 Interaktionen
    Montreal
    Kanada EU
    11 Interaktionen
    Montreal/Brüssel
    27 Interaktionen
    Montreal/Brüssel
    Eufor Soldaten
    14 Interaktionen
    Rom/Sarajevo

    MEHR AUS BELGIEN

    cyber
    30 Interaktionen
    Bis 50 Grad
    Bart De Wever
    Brüssel
    11 Interaktionen
    Brüssel/Stockholm