EU

    EU-Klimaziel bis 2040: Sind 90 Prozent weniger Emission realistisch?

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Belgien,

    Die EU-Kommission will bis 2040 die Emissionen um 90 Prozent senken. Experten diskutieren, ob dieses Klimaziel erreichbar ist – und was dafür nötig wäre.

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    Vizepräsidentin Teresa Ribera steht hinter den ambitionierten EU-Klimazielen, die bis 2040 umgesetzt werden sollen. - keystone

    Die Europäische Kommission hat am 2. Juli 2025 ein neues Klimaziel vorgestellt. Bis 2040 sollen die Netto-Treibhausgasemissionen um 90 Prozent gegenüber 1990 sinken, wie «European Newsroom» berichtet.

    Das Ziel ist Teil des europäischen Green Deals und soll den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 ebnen. Die Kommission sieht darin einen wegweisenden Schritt für künftige politische Entscheidungen, wie Vizepräsidentin Teresa Ribera erklärte, berichtet «European Newsroom».

    Die EU will dafür künftig auch internationale CO₂-Zertifikate nutzen. Ab 2036 dürfen bis zu drei Prozent der Reduktion durch Projekte ausserhalb der EU angerechnet werden, wie «European Newsroom» berichtet.

    Experten sehen grosse Hürden – aber auch Chancen

    Das neue Klimaziel gilt als ehrgeizig. Die Kommission selbst spricht von einem pragmatischen und flexiblen Weg und verweist auf starke Unterstützung in der Bevölkerung

    Laut einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage unterstützen 81 Prozent der EU-Bürger das Ziel der Klimaneutralität bis 2050.

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    Bereits jetzt ist die Sommerhitze in einigen EU-Ländern unerträglich – können die Klimaziele der EU bis 2040 für eine Kehrtwende sorgen? - keystone

    Dennoch gibt es Widerstand aus Teilen der Wirtschaft und von einigen Mitgliedstaaten, wie «Politico» berichtet.

    Die Flexibilisierung – etwa durch internationale Zertifikate – ist umstritten. Dies bedeutet, dass die EU ab 2036 bis zu drei Prozentpunkte ihres Emissionsziels durch internationale Klimazertifikate aus Nicht-EU-Ländern erfüllen darf.

    Diese Praxis ist umstritten, da viele Zertifikate nicht zu echten Emissionsminderungen führen, wie die «Tagesschau» berichtet.

    EU-Ziele bis 20240: Realistische Umsetzung bleibt umstritten

    Fachleute betonen, dass vor allem die kommenden zehn Jahre entscheidend sind. Die EU muss ihre Energieversorgung, Industrie und den Verkehr grundlegend umbauen, wie «Vattenfall» berichtet.

    Die Kommission sieht den 90-Prozent-Pfad als realistisch, wenn alle Mitgliedstaaten ihre Pläne konsequent umsetzen. Dazu braucht es massive Investitionen in erneuerbare Energien, neue Technologien und eine sozial gerechte Transformation, wie «European Newsroom» berichtet.

    Können 90 Prozent weniger Emession bis 2040 die negativen Folgen der Klimaveränderung bremsen?

    Die Gesetzesinitiative muss noch mit dem EU-Parlament und den Mitgliedstaaten verhandelt werden. Viele Details – etwa zu Finanzierung und sozialem Ausgleich – sind noch offen, wie «European Newsroom» berichtet.

    Das Klimaziel wird auf der UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien im November 2025 eine zentrale Rolle spielen. Die EU will mit dem 2040-Ziel ein Signal an andere grosse Volkswirtschaften senden, so «Vattenfall».

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    Kommentare

    User #1343 (nicht angemeldet)

    Ich wette, dass alle an diesem Treffen im Durschnitt zig mal mehr CO2 verursachen als der Durschnitt. Das Klima ist nicht unser Feind. Es sind die Klimapolitiker die unsere Feinde sind. Mit ihrem dummen Geschwätz, Cupli-Veranstaltungen und Privatflügen. Wir sollten die alle wegen Heuchelei einsperren.

    User #1962 (nicht angemeldet)

    "künftig auch internationale CO₂-Zertifikate nutzen" ia, ja kauft schön diese, ganz sicher, immer korrekten Papierchen und gut ist.

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