Berlin stuft ganz Spanien als Corona-Risikogebiet ein

    Keystone-SDA
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    Spanien,

    Die deutsche Regierung stuft wegen der zuletzt stark gestiegenen Infektionszahlen ganz Spanien als Risikogebiet ein.

    Spanien Coronavirus
    Menschen sonnen sich und baden am 21.6. am Strand El Arenal auf Palma. Spanien öffnete am Sonntag die Grenzen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auch Mallorca und die Kanaren gelten neu als Risikogebiet.
    • Praktische Folgen ergeben sich für Urlauber aber kaum.

    Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die deutsche Regierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut (RKI) – die Bundesbehörde für Infektionskrankheiten – am Freitag bekannt. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland abraten wird.

    Praktische Folgen ergeben sich für Urlauber aber kaum: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht.

    Anders sieht es bei der ebenfalls sehr beliebten Urlaubsinsel Zypern aus, die am Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit besonders hohen Infektionszahlen eingestuft wird. Wer dort Urlaub macht und nicht geimpft oder genesen ist, muss künftig für fünf bis zehn Tage in Quarantäne.

    Steigende Infektionszahlen

    Die neuen Einstufungen sind Folge der in vielen Regionen Europas wieder deutlich steigenden Infektionszahlen. In Spanien gelten bereits 6 der 17 Regionen – darunter die Urlaubsgebiete Katalonien und Andalusien – sowie die Exklave Ceuta in Nordafrika als Risikogebiete. Die Balearen mit Mallorca, der beliebtesten Urlaubsinsel der Deutschen, sowie die Kanaren blieben aber bisher verschont.

    Strandbesucherin in Spanien
    Strandbesucherin in Spanien - AFP/Archiv

    Als Risikogebiete werden von Berlin Länder und Regionen eingestuft, in denen die Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) über 50 liegen. Es ist die niedrigste von drei Risikostufen.

    Mallorca war Mitte März von der Liste der Risikogebiete gestrichen worden. Inzwischen liegt die Inzidenz auf den Balearen, zu denen auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, im Schnitt schon bei 141. In ganz Spanien sind es sogar 179.

    Kann schnell gehen

    Bei einer Inzidenz über 200 droht die Einstufung als Hochinzidenzgebiet mit Quarantänepflicht für diejenigen, die nicht geimpft oder genesen sind. Erst dann wären auch für die Reisebranche erhebliche Folgen zu erwarten.

    Dass die Hochstufung sehr schnell kommen kann, zeigt Zypern. Das Land wurde erst vergangenen Sonntag zum Risikogebiet erklärt. Schon eine Woche später wird es nun zu einem von vier Hochinzidenzgebieten in Europa neben Portugal, Grossbritannien und Russland.

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